Interview: Sebastian Und Andreas Saalfrank
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Videoteam VER Selb

Eure Namen sagen vielen Fans nichts, aber ihr macht im Hintergrund einen „super Job“. Seit letztem Jahr bildet ihr ein/das neue Videoteam beim VER Selb. Wie kam es dazu?

Sebastian: ”In der letzten Saison hatte ich die Idee – mit Genehmigung des VER Selb – meine AktionCam mal hinter das Gegnertor zu hängen, um mir die Tore nochmal in Zeitlupe anzusehen. Wir und auch Trainer Cory Holden fanden die Idee so gut, dass mein Bruder sich auch noch eine Kamera zulegte, um bei beiden Toren filmen zu können. Wir gaben Cory die Videoaufnahmen zur Spielanalyse und machten einen YouTube Kanal, aus dem dann der offizielle VER Selb YouTube Kanal wurde. Jetzt erstellen wir bei jedem Heimspiel bzw. versuchen es zumindest ein Video von allen Toren des Spiels.”

Eishockey ist eine schnelle Sportart – da ist es bestimmt nicht einfach, immer auf Puckhöhe zu bleiben. Erzählt uns etwas von den Anfängen Eures Tuns bis heute.

Andreas: ”Da wir noch nicht lange Filmen, befinden wir uns quasi noch immer mitten in der Entwicklungsphase, was auch manchmal an den Videos zu erkennen ist. Was verbessert wurde ist: unsere improvisierten Halterungen sind jetzt fest in der Arena installiert, vorher waren es nur an der Scheibe angebrachte Saugnäpfe, die auch hin und wieder abgefallen sind. Im Einsatz sind unsere eigenen Kameras, eine GoPro Hero 3 und eine GoPro Hero 4, die wir vielleicht nächste Saison nochmal aufrüsten werden.”

Filmen ist das eine, die Nachbereitung/Schneiden das andere. Wie viel Zeit geht dabei pro Heimspiel drauf, bis das fertige Video „ansehnlich“/verfügbar ist?

Sebastian: “Da ich die Videos alleine schneide, bearbeite und hochlade, dauert es natürlich ein Stück. Für ein Video können, je nach den Toren, drei bis sechs Stunden draufgehen…und dann darf aber kein Programmabsturz dazukommen. Mein Ziel ist es, bis Montagabend immer fertig zu sein, damit die geschnittenen Videos dann verfügbar sind.“

Euer Videomaterial dient auch dem „Wölfe-Coach“ für seine Videoanalysen. Wie fällt dessen Feedback aus?

Andreas: “Das stimmt, die Videoaufnahmen bekommt der Trainer nach jedem Heimspiel und bis jetzt haben wir nur positives Feedback bekommen, kam noch zu keinen KlagenJ. Besonders die Aktionen im Torbereich sieht man sehr gut aus unserer Perspektive.”

Seit dem 22.11.2015 sind Eure geschnittenen Videos zu den Heimspielen auf der VER-Homepage verfügbar. Stolz, dass nun auch die Fans sich nochmals die besten Szenen in Zeitlupe anschauen können?

Sebastian: “Klar macht uns das stolz, ohne Frage. Viele wußten lange Zeit nicht, dass diese Videos von uns kommen….Nachdem die Videos auf dem YouTube-Kanal “VER Selb e.v.” hochgeladen werden, hat jeder Zugriff auf diese. Bislang hielten sich Feedback und Kommentare in Grenzen….aber hin und wieder gibt’s ein paar „gefällt mir.“

Seid Ihr mit Eurer bestehenden „Filmerei“ zufrieden oder gibt es von Eurer Seite Verbesserungspotential oder sogar Wünsche an den VER Selb für die Zukunft?

Sebastian: “Also bis jetzt sind wir zufrieden, würden uns natürlich freuen, wenn noch viel öfters über unsere Arbeit/Videos gesprochen wird, damit der Kanal bekannter wird. Danke auch an die Redaktion der EISZEITung für dieses Interview:J)
Für unsere Arbeit direkt im Stadion gäbe es schon noch was: Glasscheiben, weil wir dadurch eine bessere Sicht auf das Eis hätten. Schauen wir mal, ob sich so etwas in den nächsten Jahren evtl. realisieren lassen würde.

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