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Neuzugang Carl Zimmermann über seinen Start bei den Selber Wölfen

Stürmer Carl Zimmermann ist jung, erfolgshungrig und bereit, den nächsten Schritt auf seiner Karriereleiter zu erklimmen. Seit Mitte Januar unterstützt er die Wölfe-Offensive und stellte bereits bei seinem Debüt sein Können unter Beweis. Im nachfolgenden Interview berichtet er über seine Ausbildung in der Eishockey-Akademie Salzburg und seinen erfolgreichen Einstand bei den Selber Wölfen.

Sie sind ja nach Ihrer Zeit in Mannheim schon sehr früh nach Österreich gegangen. Was hat Sie dazu bewogen? Und gibt es Unterschiede, auf Eishockey bezogen, zwischen Deutschland und Österreich?

Als ich noch in Mannheim gespielt habe, kam Helmut de Raaf auf meine Eltern und mich zu und hat uns die Akademie in Salzburg vorgestellt. Nach einem kurzen Besuch war für mich klar, dass ich dort meine Ausbildung fortsetzen will. Die Möglichkeiten, die einem jungen Spieler dort geboten werden, suchen in Europa ihresgleichen. Wirklich große Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich gibt es nicht. In Salzburg speziell existieren allerdings mehrere Nachwuchsmannschaften, die größere Altersunterschiede in den Teams verhindern.

Welche Erfahrungen haben Sie in der Eishockey-Akademie gemacht, was hat es Ihnen gebracht? Und empfehlen Sie diesen Weg auch Nachwuchsspielern?

Definitiv würde ich die Eishockey-Akademie jedem jungen Spieler empfehlen. Man bekommt hier die besten Möglichkeiten, sich zu entwickeln. Außerdem wird auch viel an der Persönlichkeit eines Spielers gearbeitet.

Wie kam der Vertrag mit den Selber Wölfen zustande? Mussten Sie lang überlegen? Und was erwarten Sie sich von Ihrer Zeit hier?

Henry Thom hat sich bei meinem Berater gemeldet und meinte, dass Selb aufgrund vieler Verletzungsprobleme auf der Suche nach jungen deutschen Spielern sei. Ich sehe es als nächsten Entwicklungsschritt in meiner Karriere und musste daher nicht lange überlegen. Ich erwarte mir sehr viel von dieser Zeit, da ich mich hier als Mensch und als Spieler weiterentwickeln kann.

Sie sind erst seit kurzem hier in Deutschland angekommen. Gibt es etwas, was Sie jetzt schon an Österreich vermissen?

Am meisten vermisse ich die Leute, mit denen ich die letzten viereinhalb Jahre meines Lebens verbracht habe. Egal ob Mitbewohner, Teamkameraden oder Angestellte in der Akademie. Ich habe viele tolle Menschen in dieser Zeit kennengelernt.

Kannten Sie denn die Selber Wölfe oder aktuelle Spieler schon aus früheren Zeiten?

Klar – da ich ursprünglich aus Crimmitschau stamme, kenne ich die Vereine in der Umgebung. Mit Leon Kremer und Noah Nijenhuis habe ich früher bei den Jungadlern schon eine Saison zusammengespielt. Und natürlich stand ich mit Erik Gollenbeck regelmäßig in Kontakt, da er auch aus Crimmitschau kommt.

Wie hat die Mannschaft Sie aufgenommen und fühlen Sie sich wohl im Verein?

Ich fühle mich sehr wohl! Alle Spieler und Offiziellen haben mich gut aufgenommen und waren von Beginn an sehr hilfsbereit. Vor meinem Wechsel hatte ich mich ein wenig informiert und habe nur positives Feedback erhalten. Und das hat sich definitiv bestätigt. Ein super Team, in das ich mich von Tag zu Tag immer mehr integriert fühle.

Aus Ihrer Sicht: Was zeichnet Sie als Spieler aus, was können Sie besonders gut?

Es ist immer schwer, sich als Spieler selbst zu beschreiben. Ich glaube aber, dass ich meine Übersicht und das Unterzahlspiel zu meinen Stärken zählen kann.

Wenn wir schon beim Thema Talente sind: Gibt es ein sportliches Vorbild für Sie?

Ich habe mehrere Vorbilder. Vor allem in der NHL gibt es sehr viele Spieler, zu denen ich aufblicken kann. Einige davon sind Patrice Bergeron von Boston Bruins oder Nicklas Bäckström, Tom Wilson und Alex Ovechkinvon den Washington Capitals.

Was war Ihr bisher größter Erfolg oder Ihr schönstes Erlebnis, an das Sie sich gerne erinnern?

Ich hatte schon sehr viele tolle Erlebnisse in diesem Sport. Neben vielen unvergesslichen Reisen werde ich die Meistertitel mit der U14 in Mannheim oder den Titel mit der U18 in Salzburg nie vergessen.

Ihr erstes Heimspiel für die Selber Wölfe hätte ja nicht besser laufen können – wie war das für Sie, gleich zum Einstand so gefeiert zu werden?

Besser hätte ich mir den Start bei den Wölfen nicht vorstellen können. Wir haben als Team ein super Spiel gemacht und wichtige drei Punkte geholt. Dass ich dazu dann noch etwas beitragen konnte, war umso besser. Jetzt heißt es, gemeinsam den Schwung von diesem erfolgreichen Wochenende in die nächsten Spiele mitzunehmen.

Abschließend: Wie sind Sie damals zum Eishockey gekommen und was sind Ihre langfristigen Ziele in dieser Sportart?

Seit ich zweieinhalb Jahre bin, stehe ich auf dem Eis. Mein Großvater hat mich damals mit ins Stadion genommen. Als langfristiges Ziel möchte ich in Deutschland so hoch wie möglich spielen.

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