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Kai “the Voice” Losert geht in die zweite Saison als Stadionsprecher der Selber Wölfe.

Im nachfolgenden Interview blickt er zurück auf seine Feuerprobe als Wölfe-Moderator. Auf Pleiten, Pech und Pannen, die er erlebt hat – aber auch auf die Highlights, die den routinierten Moderator im positiven Sinne aus der Fassung gebracht haben.

Als Moderator bei Radio Euroherz war und ist er vielen schon bekannt gewesen. Der beliebte Hofer schafft es, mit seiner sympathischen und lockeren Art, Menschen mitzureißen. Kein Wunder, dass er sich schon allein deshalb für die Stelle als Stadionsprecher der Selber Wölfe mehr als empfohlen hat. Obwohl er im ersten Moment Respekt vor der neuen Aufgabe hatte, ist er heute doch sehr glücklich mit seiner Entscheidung:

“Grundsätzlich bin ich für fast alles zu haben, was mit Sprechen und Moderieren zu tun hat. Aber ehrlich gesagt habe ich da schon ein wenig überlegt. Denn es ist in der Tat eine ganz andere Situation, wenn du im Radiostudio stehst und für Hörer moderierst, die du nicht siehst – oder ob du live vor einer riesigen Fan-Kulisse eine Ansage machen musst! Nachdem ich aber im Vorfeld viel Zuspruch von Fans und Bekannten bekommen hatte, habe ich zugesagt. Und aus meiner Sicht war es die richtige Entscheidung”

erklärt Kai Losert.

Ein halber Rückwärtssalto, ein fliegendes Mikrofon und ein Schockmoment

Eine Eishockey-Saison ist für jeden Beteiligten ein Feuerwerk an Erlebnissen und Emotionen – so auch für Kai Losert. Heimspiel für Heimspiel begibt er sich sprichwörtlich aufs Glatteis, steht zu Beginn einer jeden Partie im Mittelpunkt des Geschehens und im Gegensatz zum Radio sind hier alle Augen auf ihn gerichtet. Wie das Leben so spielt, läuft nicht immer alles glatt. Oder…?

Losert:

“Ja, es gab das ein oder andere peinliche Erlebnis in meiner Laufbahn. Vor einigen Jahren hatte es mich mal bei einer Videoproduktion mitsamt einer recht großen Videokamera aufs Eis gelegt. Gab natürlich Szenenapplaus – aber seitdem schaue ich immer, dass ich mich mit Straßenschuhen möglichst vorsichtig auf dem Eis bewege, damit sowas nicht mehr passiert. Aber wie es halt so ist – es passierte doch wieder! Im Heimspiel gegen die Hannover Indians in den Playoffs war´s soweit: Ich gehe gerade aufs Eis und will die Fans begrüßen, drehe mich einmal kurz um und komme mit einem Fuß auf die gerade frisch von der Eismaschine hergerichtete Fläche. Das Ergebnis: ein halber Rückwärtssalto, ein davonfliegendes Mikrofon – und ein sehr unsanftes Aufkommen. Für viele war es ein Schockmoment. Für mich war es wirklich nur peinlich, dass es mich so gelegt hatte.” Mit einem Zwinkern ergänzt er: “Den Dachschaden hatte ich ja schon vorher…”

Doch natürlich gibt es auch Erlebnisse, die dem Moderator Gänsehaut im positiven Sinne bereitet haben und auf die er sich stolz erinnert:

„Das schönste Erlebnis hatte ich gleich vor dem ersten Heimspiel in der vergangenen Saison: Ich stehe auf dem Eis und will gerade anfangen. Da brüllt mir auf einmal jemand zu, dass ich auf die Tribüne kucken soll. Ich schaue rauf – und da sehe ich mein Konterfei auf einer Stadionfahne, die da munter geschwenkt wurde. Da hatte ich wirklich einen Moment lang einen Kloß im Hals, aber mich über diese Vorschusslorbeeren gleichzeitig wahnsinnig gefreut. Denn sowas bekommt man nicht oft im Leben zu sehen!”

Ich generiere Bilder im Kopf und spreche die Sprache der Fans

Sportmoderation ist an sich ja schon nichts für Anfänger. Erst recht nicht, wenn es um den schnellsten Sport der Welt geht. Wie fühlt man sich als Moderator während eines Eishockey-Spieles, wenn einem nichts durch die Lappen gehen darf? Wie bewahrt man hier einen kühlen Kopf? Der routinierte Kai Losert kennt die Antwort:

“Da kommt einem natürlich schon ein wenig die Radio-Erfahrung entgegen. Beim Radio lernt man sehr gut, seinen Hörern mit Worten Bilder im Kopf zu generieren, damit sie sich sehr gut vorstellen können, was gerade passiert. Bei einer Sportmoderation ist das genauso und entsprechend bin ich da inzwischen recht entspannt. Es wäre gelogen, wenn ich sage, dass das alles so locker flockig von der Hand geht, denn der Livecharakter sorgt immer wieder dafür, dass man nie weiß, was passiert. Da versuche ich immer, möglichst in der Sprache der Fans zu reden und auch mal in einem gewissen Plauderton Emotionen zuzulassen. Und letztlich versorgt mich das Off-Ice-Team am Radiomikro immer mit den Informationen, die ich brauche, wie zum Beispiel Mannschaftsaufstellungen, Starting Six, oder ähnliches. Hier ist die Unterstützung immer sehr gut!”

Trotz aller Begeisterung für diese Aufgabe – eine Eishockey-Saison bedeutet für alle Beteiligten auch Stress. Immer alles unter einen Hut zu bekommen: Familie, Hauptjob, Alltag – das erfordert eine gute Organisation und eine gewisse Gelassenheit. Auch für Kai Losert immer wieder ein Kraftakt:

“Oh ja, das ist wirklich manchmal ziemlich Spitz auf Knopf. Ich merke das bei Heimspielen sehr oft, weil ich meistens direkt vorher noch im Radiostudio in Hof stehe. Da muss die Sendung entsprechend gut durchgeplant sein, damit ich rechtzeitig in Selb bin. Klappt aber dank der Kolleginnen und Kollegen und der Technik immer gut, weil wir uns aufeinander verlassen können! Im Vorfeld gibt es natürlich noch mehr zu tun: Ansagen für das kommende Spiel abklären mit Vereinsverantwortlichen und Sponsoren. Aktionen durchgehen mit dem Kanzelteam, den Coaches oder dem Off-Ice-Team. Eigene Skripte vorbereiten und schreiben – und noch so einiges mehr, was ich dann außer- und innerhalb der Sprecherkanzel brauche. Letztendlich geht sowas nur, wenn man mit Freude und Spaß an die Sache rangeht. Und das ist bei mir nach wie vor so!”

Respekt und Bewunderung für die Spieler auf dem Eis

Eine gehörige Portion Eishockey-Begeisterung gehört obendrein dazu und ist bei Kai Losert absolut gegeben:

“Es begeistert mich, wie sich Menschen so schnell und wendig auf Schlittschuhen fortbewegen können. Dafür haben alle auf dem Eis meinen Respekt und meine Bewunderung. Es ist die Dynamik, die diese Sportart mit sich bringt: Als Zuschauer bin ich die ganze Spielzeit über gepackt von den schnellen Spielzügen und dass sich Spiele in Sekundenschnelle entscheiden oder sich drehen können. Es wird nie langweilig. Die Emotionen auf dem Eis sind wegen der Nähe zu den Beteiligten direkter spürbar. Gilt natürlich auch, wenn´s mal eine körperliche Auseinandersetzung auf dem Eis gibt, aber das gehört eben dazu. Und gerade in Selb ist es die Fankultur, die schon als solches ein Erlebnis ist. So wie hier der Sport geliebt und gelebt wird und im Stadion miteinander gefeiert wird – da fühlt man sich einfach gut aufgehoben!”

Gemeinsam für richtig gute Stimmung sorgen

Die neue Saison steht direkt vor der Tür, alles steht in den Startlöchern. Auch die Vorfreude bei Kai Losert steigt:

“Ich freue mich darauf, dass alle wieder vereint sind: die Spieler auf dem Eis, die Fans auf den Rängen, die Radio-, TV- und Fotokollegen auf der Pressetribüne – und die Stimmung, die das Vorwerk so einzigartig macht! Ansonsten freue ich mich auch darauf, viele Bekannte wiederzusehen. Sowohl auf den Rängen als auch bei den VER-Offiziellen und -Helfern, die im Übrigen einen Mega-Job machen, obwohl sie meist nur im Hintergrund agieren! Und natürlich auf gute Ergebnisse für die Selber Wölfe. Die Saison wird wieder hart und anstrengend für alle werden, aber egal: Es ist unser aller Lieblingssport!”

Losert abschließend:

“Ein großes Dankeschön muss ich noch loswerden: Zum einen an unsere Frauen und Männer beziehungsweise Freundinnen und Freunde, die so manche Stunden auf uns verzichten müssen, wenn wir eishockeytechnisch unterwegs sind! Danke für euer Verständnis, auch wenn es manchmal hart ist. Und natürlich einen Riesendank an alle Fans, die mir immer so einen großen Support bei den Ansagen geben und mit denen es wahnsinnig Spaß macht, gemeinsam richtig gute Stimmung zu verbreiten!”

Beitragsserien: Wölfe hinter den Kulissen
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