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„Ganz Planbar Ist Das Nie“ –  Unsere Mannschaftsbetreuer Im Interview

Sie haben in jeder Situation ein offenes Ohr für die Belange der Spieler. Peter Wenisch und Günter Rudolph sind die zwei Helden hinter der Bande, die unseren Jungs Spiel für Spiel den Rücken stärken und alles dafür tun, dass sie Höchstleistungen auf dem Eis vollbringen können. Wir haben die zwei Allrounder zum Interview gebeten.

Peter Wenisch gilt schon als „alter Hase“ hinter der Bande. 13 Jahre war er als Nachwuchstrainer tätig, ehe er den Job als Betreuer der 1. Mannschaft antrat. Aktuell läuft seine fünfte Saison in dieser Funktion. Neu an seiner Seite dazukommen ist dagegen Günter Rudolph – ebenfalls ein bekanntes Gesicht im Verein:

„Ich war vorher als Co-Trainer und später als Trainer über 12 Jahre im Nachwuchs aktiv. Eigentlich wollte ich mich allmählich etwas zurückziehen, aus Zeitgründen. Aber Peter ist mein bester Freund und bei einem Grillfest hat er mich darauf angesprochen, dass der Verein nach einem Ersatz für Marko Suvelo sucht. Da wir früher als Trainer schon gut zusammengearbeitet haben, dachten wir uns – warum nicht auch als Betreuer? Dann ging alles ganz schnell. Zwei Gespräche mit Henry und wir waren uns einig.“

Der Faktor Zeit ist ein gutes Stichwort – neben dem Hauptjob gehen für dieses wichtige Amt einige Stunden pro Woche drauf. Peter Wenisch:

„Der zeitliche Aufwand bewegt sich wöchentlich zwischen 12 bis 15 Stunden. In den Playoffs erhöht sich die Stundenzahl um das Vielfache. Eine grobe Einteilung mache ich im Sommer für mich. Aber ganz planbar ist das nie!“

So ähnlich auch bei Günter Rudolph:

„Zu meinem Job mit einer 40-Stunden-Woche kommen bei einer durchschnittlichen Auswärtsfahrt noch ungefähr 25 Stunden pro Woche dazu. Bei weiten Fahrten werden es schon mal 30 Stunden und noch mehr.“

Als Fremde gekommen – als Freunde gegangen

In einer Sache sind sich die zwei einig: Ohne den Rückhalt der eigenen Familie und ohne deren Verständnis wäre dies nicht machbar. Und auch der Spaß darf nicht zu kurz kommen. So hat jedes Amt auch seine schönen Seiten, für die sich der Aufwand lohnt. Günter Rudolph:

„Ich bin schon seit 40 Jahren ein Fan der Selber Wölfe und natürlich ist es super, mit meinem Kumpel Peter zusammen zu arbeiten. Es macht auch großen Spaß, mit dem gesamten Team – sind wirklich alles super Typen.“

Wenisch ergänzt:

„Das Beste daran ist, dass man sehr viele neue Leute kennen lernt. Fast alle sind als Fremde gekommen und als Freunde gegangen.“

Eishockey – einer der wohl mitreißendsten und emotionalsten Sportarten überhaupt, sowohl auf dem Eis als auch hinter der Bande. Wir wollen vom erfahrenen Peter Wenisch wissen, was bisher unvergessliche Momente für ihn waren:

„Das Negativste war die Entlassung von Cory Holden für mich persönlich, da ich Cory sehr schätze und mag. Es ist ein sehr bewegender Moment gewesen. Aber mit Henry haben wir ja dann wieder einen super Trainer und Menschen dazu bekommen. Henry mag ich sehr, weil seine Art direkt und herzlich ist. Schöne Momente gibt es viele, aber einer der schönsten war, als mein Sohn Jan das erste Mal im Trikot der 1. Mannschaft gegen Weiden in der Oberliga mit aufgelaufen ist.“

Immer auf Abruf – zuhause und auswärts

Während Rudolph sich hauptsächlich auf die Vorbereitung der Auswärtsspiele konzentriert, ist Wenisch für die Heimspiele zuständig. Einen klassischen Ablauf beschreibt Wenisch folgendermaßen:

„Etwa drei Stunden vor Spielbeginn richte ich in der Kabine alles her und stelle die Sachen für die Spielerbank zusammen. Wenn Spieler noch etwas zwecks Schlittschuhe oder Ausrüstungen brauchen, kümmere ich mich auch darum. Während des Spiels sind Günter und ich für Reparaturen und das Schleifen der Schlittschuhe zuständig. Nach dem Spiel dauert es dann nochmal 60 bis 90 Minuten, bis die Wäsche gewaschen ist und alles wieder in der Kabine und um diese herum aufgeräumt ist.”

Bei Günter Rudolph und seinen Auswärtsfahrten läuft es ähnlich ab:

„Bei den Auswärtsspielen geht es schon meistens einen Tag vorher los. Wäsche und Trikots richten, Getränkeflaschen und noch vieles mehr. Die Abfahrtszeit ist so gewählt, dass wir circa zwei Stunden vor dem Spiel am Ziel sind. Dann heißt es, Spieler versorgen: Getränkefass bereitstellen, Getränkeflaschen für die Bank vorbereiten und so weiter. Beim Spiel und in den Pausen gilt es, für die Mannschaft auf Abruf da zu sein. Hier fällt so einiges an – rund um Material, Helm und Schläger.“

Wenisch ergänzt:

„Ich glaube, wenn wir hier alles aufführen, sprengt das den Rahmen des Interviews.“

Allrounder mit speziellen Haushaltskenntnissen

Das alles klingt nach Action, Abwechslung und ganz und gar nicht nach Routine. Als Mannschaftsbetreuer sollte man die Sportart Eishockey verstehen, für alles gewappnet sein und auch sonst gewisse Eigenschaften mit sich bringen. Wenisch:

„Ich persönlich denke, dass ein Betreuer einen guten Draht zu den Spielern haben sollte und bestimmte Fachkenntnisse. Man sollte sicher wissen, was in jeder Situation zu tun ist. Die Arbeit zwischen Betreuern und Trainern, Ärzten und Physiotherapeuten ist auch sehr wichtig, das klappt bei uns optimal. Danke an das komplette Staff-Team.“

Rudolph abschließend:

„Wichtig ist wohl auch, dass man sich mit Waschmaschinen und Trocknern auskennt (grinst). Da kommt schon einiges an Wäsche zusammen. Und ein gewisses handwerkliches Geschick gehört dazu.“

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