Interview Mit Claudia, Lena Und Björn Anders Vom 27.11.2015
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Bewirtungsteam VER Selb

Die komplette Stadionbewirtung beim VER Selb wird seit Jahren durch ehrenamtliche Helfer organisiert und „geschultert“. Wie lange seid Ihr schon dabei und wie kam es dazu?

 Es begann 1997 als die Streethockeyabteilung gegründet wurde. Damit sich diese selbstfinanzieren konnte wurde unser Bewirtungsstand ins Leben gerufen. Die Abteilung gab es nur 2 Jahre, wir und unser Stand gibt es heute noch. 2001 haben wir noch das Lager übernommen und seit 5 Jahren unterstützt uns unsere Tochter Lena noch mit. Aber wir sind nur 3 von vielen. Das gesamte Bewirtungspersonal – mit allen Helfern und Ausfahrer – beläuft sich auf ca. 50 Personen. Je Spiel sind zwischen 25 und 30 Leute im Einsatz, bei “Spitzenspielen” fast alle.

Ein zeitintensives Ehrenamt. Wie viele Stunden gehen denn so pro Saison „drauf“ und welche Arbeiten müssen denn alle im Vorfeld eines Heimspieles erledigt werden?

Für uns sind es in der Saison um die 1.000 Stunden. Wir sind aber nicht nur zu den Spielen der 1.Mannschaft, sondern auch zu allen Spielen der 1B und dem Damen-Cup im Einsatz. Wir organisieren und beschaffen für alle Bewirtungsstände alles – vom Kaffeelöffel über alles Ess- und Trinkbares bis hin zu Glühweintopf oder Würstchenwärmer. Die eine oder andere Bürostunde kommt auch noch dazu.

Wenn der Fan in der Pause zu Euch kommt, seid Ihr schon einige Stunden im Einsatz. Gebt uns mal einen Einblick. Was muss alles erledigt werden bis zum ersten Bully?

Als erstes bauen wir unseren Stand auf und richten alles, danach geht’s ab ins Lager. Die Schiri´s, Spieloffiziellen und Gastmannschaften brauchen ja etwas zum Trinken. Danach bereiten wir alles (Getränke, Essen, sonstiges) für unsere fleißigen “Ausfahrer” her. Im Anschluss müssen noch unsere Getränke hoch zum Stand geschleppt werden.

Wie viel Liter Bier oder und wie viel Paar Würste werden denn bei einem normalen Spiel an allen Ständen umgesetzt?

Durchschnittlich werden bei ca. 1.500 Zuschauer um die 50 Kästen Bier, bei Spitzenspielen um die 85 Kästen Bier umgesetzt. Das kommt aber auch auf die Jahreszeit an, in den kalten Monaten werden auch Unmengen an Tee und Glühwein getrunken. Letzte Saison in Summe waren es: 2.390 Kästen Bier, 1.320 Kästen Limo und 16.000 Paar Würstchen.

Bekommt Ihr vom Spiel etwas mit?

Eigentlich nicht. Wenn das Spiel angefangen hat, müssen wir erstmal wieder alles in Ordnung bringen, denn vor dem ersten Bully ist schon oft großer Andrang. Kaum aufgeräumt, müssen wir schon mit den Vorbereitungen für die Drittelpause loslegen. In den Pausen strömen dann die Fans zu uns, alle wollen schnell was Essen und Trinken – darauf muss man vorbereitet sein. Nach der Pause, dann wieder das gleiche: aufräumen, vorbereiten. Nur im letzten Drittel haben wir evtl. mal fünf bis zehn Minuten Zeit, um zu schauen. Aber auch wenn wir nicht immer aufs Spielfeld schauen können. Wir bekommen durchaus durch die Atmosphäre im Stadion mit, was gerade am Eis passiert.

Zum Abschluss: Gibt es von Eurer Seite noch ein Erlebnis, das für Euch unvergessen bleibt?

Da gibt es mehrere, aber unvergessen bleibt natürlich das Crimmitschauspiel am 27.10.2000. Das Spiel begann verspätet und endete erst gegen 0:40 Uhr. Das Bier war restlos ausverkauft, wir mussten sogar alkoholfreies als normales verkaufen, alleine an unseren Stand gingen 60 Liter Glühwein über die Theke. Ein Wahnsinn.

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