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Vorstandschaft, Trainerstab und Mannschaft stellen sich den Fragen – Geschlossenheit und Rückendeckung der Anhänger wichtiger denn je

Speed-Dating mit den Kufencracks

„Der Saisonstart lief leider nicht so, wie wir es uns alle gewünscht hätten. Unsere Mannschaft will sich deshalb erklären“

mit diesen Worten eröffnete Fanbeauftragter Fabian Melzner die gut besuchte Runde, die erstmalig in einem neuen Format stattgefunden hat. Statt einer moderierten Podiumsdiskussion rotierten Spieler, Trainer und Vorstand zwischen den gefüllten Tischen der Gaststätte. Interessierte hatten die Chance, sich von Angesicht zu Angesicht mit den Profis auszutauschen.

Erlaubt war dabei alles, was den Fans unter den Nägeln brannte.

„Wir sind offen für alle Fragen, auch privater Natur“

ermutigte Vorstand Thomas Manzei die anwesenden Gäste.

Gleich zu Beginn startete ein reger Austausch auf allen Tischen. Immer wieder kam dabei die Frage auf, warum es aus Sicht der Mannschaft im Moment nicht richtig rund laufen will. Bei den Antworten waren sich unsere Spieler einig.

Lanny Gare:

„Wir sind aktuell kein eingespieltes Team. Das liegt zum Großteil an den vielen Verletzungen und daran, dass einige erfahrene Kollegen den Verein verlassen haben.“

Zurück zum „einfachen Spiel“

Ben Böhringer fügte hinzu:

„Wir bemühen uns alle so sehr, schön zu spielen und agieren dabei zu komplex. Sobald einzelne Akteure anfangen kompliziert zu spielen, überträgt sich das automatisch auf die anderen. Wir müssen wieder lernen, einfacher zu spielen.“

Und noch ein weiterer Aspekt kam hinzu:

„Wie in jedem anderen Bereich brauchen auch wir als Sportler Zeit, um uns aufeinander einzustellen. Ich persönlich spiele lieber längere Zeit in einer Reihe zusammen, statt immer wieder Reihen und Rollen wechseln zu müssen. Man kann sich dadurch besser absprechen. In der Vorbereitungsrunde hatten wir konstante Reihen – und es hat funktioniert“

so Erik Gollenbeck.

Auch bei der Einschätzung der gegnerischen Mannschaften stimmten die Meinungen der Cracks überein.

Dominik Kolb:

„Meiner Meinung nach sind die ersten fünf Mannschaften der Tabelle DEL2-tauglich. Alle sind stark – es gibt in dieser Liga keine einfachen Gegner mehr“

Auch Ryan McDonough unterstützte diese These:

„Ich sehe in dieser Liga keine übermäßig guten oder sehr schlechten Mannschaften. Im Prinzip kann hier an einem guten Tag fast jeder jeden schlagen.“

Harte Kritik auf allen Kanälen

Egal ob in persönlichen Gesprächen im Stadion oder über soziale Medien – das Team um Henry Thom muss derzeit einiges an Kritik einstecken. So erreichten den einen oder anderen Spieler auch persönliche Nachrichten über Facebook & Co., die nicht immer sachlich ausfielen. Gut, dass unsere Jungs ein dickes Wolfsfell besitzen und sachlich damit umgehen können.

Ian McDonald:

„Ich weiß, dass ich bei jedem Spiel mein Bestes gebe. Aber es steht natürlich jedem Fan zu, seine Meinung äußern.“

Auch Andreas Geigenmüller hat einen Weg gefunden, um die teilweise harten Worte nicht über zu bewerten:

„Ich beschäftige mich weniger mit Kommentaren und Nachrichten auf Facebook. In erster Linie schaue ich auf mich selbst und frage mich nach jedem Spiel, ob ich mit mir zufrieden sein kann. Da bin ich sehr selbstkritisch und ehrgeizig.“

In den Köpfen aller hatte sich das Ziel der Vorstandschaft festgesetzt, Platz vier in der Tabelle zu erreichen. Kapitän Florian Ondruschka stellte sich der Frage, wo sich die Mannschaft nun tatsächlich am Ende der Saison sehe:

„Leider haben wir das vorgegebene Saisonziel nicht erreicht. Ich sehe das so: Wir haben zwei richtig harte Umbrüche erlebt. Letzte Saison in der Verteidigung, diese Saison im Angriff. Und sind wir mal ehrlich – das, was letztes Jahr passiert ist, war alles andere als selbstverständlich. Es hat einfach alles gepasst – wir hatten wenig Verletzungen, genug erfahrene Spieler gemischt mit jungen, die eben keine 500 Spiele auf dem Buckel haben. Die „Big Three“ fehlen uns – trotzdem war dieser Umbruch wichtig. Er musste jetzt kommen.“

Für die fehlende Konstanz in der Leistung hatte Ondruschka ebenfalls eine plausible Erklärung:

„Es sollten jeweils erfahrene und junge Cracks zusammenspielen. Bei uns ist es aktuell so, dass zum Teil vier junge Verteidiger zusammen spielen. Unsere Jungen sind klasse und hängen sich total rein. Trotzdem passiert es, dass wir mal ein Spiel gewinnen und das nächste wieder verlieren. Es geht auf und ab – weil es an Routine und Erfahrung fehlt.“

Erlebnis „Eishockey“ soll attraktiver werden

Trainer Henry Thom suchte in den Reihen der Fans unter anderem nach Gründen für die schwindenden Besucherzahlen und forderte aktiv dazu auf, Verbesserungsvorschläge anzubringen. Aus Sicht der Fans fehle es an Abwechslung. Das Erlebnis „NETZSCH-Arena“ müsse wieder attraktiver und unterhaltsamer werden. So kam unter anderem der Wunsch nach einem Puck-Werfen oder ähnlichen Aktionen in den Drittelpausen auf. Positiv aufgenommen wurde hingegen die Videowand an sich, aber es fehle auch hier an Abwechslung. Fans wünschten sich beispielsweise Einblendungen der Torszenen vergangener Spiele während der Aufwärmphasen.

Gerne gesehen werden nach wie vor die Bilder von Mario Wiedel, die als echte Highlights bezeichnet wurden. Ebenso freuten sich Fans über die neuen Home-Storys, die einen Blick hinter die Kulissen unserer Spieler erlauben.

Alles in allem erlebten Fans und Team einen wertvollen Austausch, der keine Fragen offen ließ und alle Beteiligten positiv nach vorne blicken lässt:

„Unser Ziel ist es, schnell aus diesem Leistungstief heraus zu kommen. Wenn jeder von uns die fehlenden zehn Prozent drauf legt, dann schaffen wir das auch. Was uns dabei am meisten hilft sind der Zusammenhalt untereinander und der Rückhalt durch unsere Fans“

so abschließend Achim Moosberger.

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