„Sponsoreneinnahmen Konnten Um Ein Drittel Gesteigert Werden”

Marketingleiter Roman Zeilinger zieht positives Zwischenfazit und freut sich riesig auf das FanFest am Wochenende

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Am kommenden Wochenende wird mit einem Saisoneröffnungsfest und einem Testspiel gegen Crimmitschau offiziell der „Eishockeywinter“, auch wenn es die aktuellen, sommerlichen Temperaturen nicht erahnen lassen, in der „Wolfsregion“ eingeläutet. Während für die „Wölfe-Cracks“ Fitnesstests, Anproben der neuen Trikots  oder Fotoshootings auf dem Programm stehen, hat er alle Hände voll zu tun und noch viele „offene Baustellen“ bis zu Saisonbeginn zu schließen. Die Rede ist von Roman Zeilinger, dem Marketingleiter des VER Selb. Trotz Terminstress und aller Hände voll zu tun nahm sich der 27jährige Zeit für ein Interview.

Herr Zeilinger, Sie sind nun seit gut einem Jahr neuer Marketingleiter des VER Selb. Zeit genug, sich ausreichend eingelebt zu haben. Wie fällt Ihr bisheriges Fazit bei ihrem neuen Arbeitgeber aus?

Der VER Selb und das neue Aufgabenfeld sind sehr vielseitig. Zuerst einmal will man alle Sponsoren und Abteilungen, die man betreuen möchte, auch kennenlernen. Ich konnte mir im vergangenen Jahr ein sehr gutes Bild von den verschiedenen Aufgaben im VERein machen, auch dank der Vorstandschaft und allen Mitarbeitern, Helfern und Ehrenamtlichen. Und ich kann sagen: es ist deutlich mehr, als man sich so vorstellt:J

Neben Marketing sind Sie auch hauptverantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des VER Selb. Stressiges und zeitaufwendiges Unterfangen. Wie schaffen Sie dabei den Spagat?

*lacht* Ein Spagat ist das schon, zweifelsohne. Denn als Stadionsprecher und mit meiner Tätigkeit fürs Radio muss man zwei Sichtweisen vertreten – und die auch immer zu 100%. Aber ich bin ja bei weitem nicht alleine. Das Presseteam des VER Selb e.V. ist eigentlich rund um die Uhr bereit, Aufgaben zu übernehmen. Anders würde das bei der Fülle auch nicht funktionieren. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass der Verein nicht nur aus der 1. Mannschaft besteht, sondern aus Nachwuchs, Eis- und Rollkunstlauf, Eisstockschießen und vieles mehr. Man kann seine Augen und Ohren nicht immer überall haben und deshalb bin ich sehr froh und stolz, ein grandioses Team im Rücken zu haben. Seit August ist mit Peter Pahlen ein Geschäftsstellenleiter an Bord, der genauso tatkräftig mit anpackt.

Bleiben wir gleich beim Thema Öffentlichkeitsarbeit. Was könnte aus Ihrer Sicht noch besser werden und welche Philosophie verfolgen Sie als Verantwortlicher für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit?

Grundsätzlich ist die Pressearbeit des VER Selb e.V. seit Jahren auf Top-Niveau. Im Vergleich zu anderen Oberligaclubs sind wir spitze. Letztendlich ist gute Öffentlichkeitsarbeit ja auch Teil des Marketings. Eine gute Marke, trägt sich eben auch gut. Gut aufgestellt zu sein bedeutet aber nicht, dass man sich nicht weiterentwickeln soll oder sogar muss. Wir arbeiten innerhalb des Presseteams um uns weiter zu verbessern. Wir wollen aber auch unsere Partner und Medien noch stärker einbinden. Fans und Sponsoren haben viele Fragen, die zum Beispiel auch die Hintergründe im Verein betreffen, das Interesse ist hier sehr groß. Das kann aber nicht bedeuten, dass wir als Presseteam alleinverantwortlich unser innerstes nach außen kehren. Alle Partner dürfen und sollen hier gerne unser Angebot noch stärker nutzen, uns ein bisschen mehr auf den Zahn zu fühlen. Wir werden fast alle Fragen beantworten…:J))

In den letzten Wochen lag Ihr persönlicher Fokus vorrangig in der Generierung von Sponsorengelder. Ihnen wurde – wie man so hört – ein sehr „sportliches Ziel“ hinsichtlich zu erzielender Sponsorengelder vom Vorstand auferlegt. Ziel erfüllt bzw. wie sind Sie persönlich mit der Sponsorenakquise zufrieden?

Ohne ehrgeizige Ziele gibt es auch keinen Erfolg. Als wir unsere Zusammenarbeit vor einem Jahr beschlossen hatten, haben wir uns damals gewisse Ziele gesetzt. So viel kann gesagt werden: in den vergangenen 12 Monaten konnten wir das Sponsoringaufkommen um rund ein Drittel steigern. Ein großer Erfolg ist dabei natürlich, dass uns NETZSCH als Hauptsponsor erhalten bleibt. Aber auch andere, langjährige Partner wie die REHAU AG und viele, viele mehr, erkennen die positiven Entwicklungen rund um den VER Selb und unterstützen uns nach Kräften. Eine gewisse Fluktuation ist natürlich dabei, ein paar wenige sind ausgestiegen, andere sind oder werden dazukommen. Aber das werden alle dann zum Saisonstart in der NETZSCH-Arena mit eigenen Augen betrachten können. Zum Beispiel werden wir heuer zum ersten Mal ein Aufwärmtrikot präsentieren.

Lassen Sie uns einen Einblick in Ihren sicherlich übervollen Terminkalender machen. Am Wochenende wird die Testspielphase eingeläutet, Ende September  beginnt die Saison. Welche Themen stehen bei Ihnen bzw. in der VER-Verwaltung bis dahin noch an, die unbedingt „beackert“/abgearbeitet werden müssen?

Termine und viel Arbeit sind definitiv keine Mangelware. Der Sommer war sehr ereignisreich. Die neue SaisonKarte, neue Werbekonzepte für die NETZSCH-Arena, es wird einen neuen, eigens betriebenen FanShop geben, ein neuer Geschäftsstellenleiter wurde eingestellt, der Umbau und die Modernisierung der Halle schreitet voran und so weiter und so weiter.
Langweilig wird es definitv nicht!  Die Eisaufbereitung mit Werbung steht an, die Werbeflächen in der Arena wurden fast alle neu vermarktet und strukturiert. Da steckt noch viel Arbeit drin. Aber höchste Priorität hat der Versand und die Buchung der SaisonKarten. Am Wochenende steigt das erste Heimspiel der Vorbereitung (Sonntag, 04.09.2016, Beginn 16:00 gegen Eispiraten Crimmitschau) und da wollen alle natürlich ihre Karte haben. Deshalb werden wir auch im Zuge des großen Fanfestes am Samstag von 13:00 bis 15:00 Uhr und am Sonntag von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr die Geschäftsstelle geöffnet haben. Für alle, die Ihre SaisonKarte bis dahin noch nicht bekommen haben ist das noch einmal die Chance, die Karte persönlich bei uns abzuholen….oder wer es noch nicht getan hat, sich eine SaisonKarte bestellen. Es ist höchste Zeit…die „Eiszeit in Selb“, auch wenn es die aktuellen sommerlichen Temperaturen nicht erahnen lassen, hat begonnen….

Apropos Saisoneröffnungsfest. Erstmals seit vielen Jahren wird der VER Selb auch hier neue Wege gehen und ein 2tägiges Fest für die ganze Familie und alle Fans in Eigenregie abhalten. Erzählen Sie uns bitte etwas mehr und warum der 03. und 04. September ein absolutes Muss für jeden Eishockeyinteressierten sein muss.

Das wir wieder ein eigenes FanFest haben, ist absolut genial. Fans, Sponsoren, Betreuer, Ehrenamtliche, Nachwuchs – einfach alle können über volle zwei Tage gemeinsam feiern. Das war unser Wunsch. In den vergangenen Jahren hatten wir große Feste inklusive Mannschaftsvorstellung bei unserem Partner und Sponsor EDEKA Egert. Schlicht der Termin des Jubiläums von EDEKA Egert in diesem Jahr hat eine Zusammenarbeit nicht möglich werden lassen. Daher ließ sich die Idee eines eigenen Festes schnell umsetzen und darauf sind wir sehr stolz. Ein absoluter Pflichttermin für jeden Wölfe-Fan! Nachwuchsspiele an beiden Tagen, Mannschaftsvorstellung mit öffentlichem Training, Festzeltbetrieb und noch vieles, vieles mehr. Das wird richtig stark!

Auf was freuen Sie sich persönlich beim Saisonfest am Wochenende?

Dass der gesamte Verein zusammenkommt. Logisch: alleine die vielen, neuen und hochkarätigen Neuzugänge sind den Weg ins Vorwerk schon wert. Aber wir möchten ein geniales Wochenende mit allen „Wölfe-Fans“ aus nah und fern feiern, freuen uns auf eine gemeinsame Einstimmung auf die neue Saison und natürlich auf das erste Heimspiel in den neuen Trikots mit bekannten und unbekannten Gesichtern!

Eine kleine sportliche Einschätzung Ihrerseits. Die Liga scheint nochmals ausgeglichener als zuletzt zu sein. Welche Rolle trauen Sie dem „Wölfe-Team“ zu und was stimmt Sie dabei positiv?

Erst einmal muss man sagen: hätten die Vorstände aller Oberligavereine sich nicht unzählige Nächte um die Ohren geschlagen, gäbe es eine längst überfällige Entscheidung bezüglich Ligenzusammensetzung nicht! Da muss man erst einmal den Hut ziehen, vor den Gollys, Manzeis und Golbs dieser Oberliga. Das Ergebnis ist hervorragend. 12 Mannschaften, auf Sicht vielleicht sogar 14 – und alle wollen das auch! Das sieht man, wenn man sich die Kader der Konkurrenz anschaut. Der VER war hier lange Vorreiter, andere mussten sich an uns heranarbeiten. Auch wenn das Oberfrankenderby heuer wegfällt, ist die Liga deutlich interessanter geworden. Wir wollen unter die ersten vier und das ist auch ein realistisches Ziel.

Abschließend. Wenn Sie 3 Wünsche für die neue Saison hätten. Wie würden diese lauten?

Alle Spieler bleiben verletzungsfrei, der Zuschauerschnitt von 3.204 stellt einen nie dagewesenen Oberliga-Rekord auf und wir erleben das fünfte Spiel des Play Off Finales in der Selber NETZSCH-Arena…

 

Das Interview führte Uwe Dutkiewicz – Mitglied des VER Selb Presseteams

Beitragsserien: Saisonvorbereitung 2016/2017