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Ein Außergewöhnliches Jubiläum

Werner Pflock seit 50 Jahren im Vorwerk – und immer am gleichen Platz

Er kann wahrlich viel erzählen, hat sämtliche Höhen und Tiefen des Selber Eishockeys hautnah als Zuschauer miterlebt, von der schnellsten Mannschaftssportart der Welt ist er nach wie vor so begeistert wie am ersten Tag: die Rede ist von Werner Pflock.

Auf den ersten Blick ist der heute 75-jährige rüstige Rentner ein Eishockeyfan, der wie viele andere Gleichaltrige eben seinem Verein seit einigen Jahrzehnten die Treue hält.

Nicht ganz, denn Werner Pflock kann in diesen Tagen – den letzten im Monat Oktober – doch auf etwas ganz Außergewöhnliches zurückblicken:
Der ehemalige Hochbautechniker, der seit 1969 treuer Besucher der Heimspiele des VER, VERE, ERC und des 2004 neugegründeten VER Selb ist, feiert sein 50-jähriges Jubiläum als Fan – und dies immer am gleichen Platz. Seit Einweihung der Hutschenreuther Eissporthalle am 10.12.1977 immer auf dem gleichen Platz, seinem Sitzplatz 162 im F-Block.

Vor dem Hallenbau stand Pflock ebenfalls auf nahezu gleichem Platz, nur nicht so bequem, sondern eben auf einem Erdwall bei Freieis.

Neidvoller Blick aus Schönwald

Werner Pflock selbst ist nicht der Typ von Eishockeyfan, der im Vordergrund stehen will. Ihm selbst war es fast etwas unangenehm, als wir ihn seitens des Presseteams ansprachen, er möchte uns doch etwas über sein Jubiläum erzählen. In den Drittelpausen kamen wir ins Gespräch und der Herr mit weißem Haar gab dann doch das eine oder andere über sich preis. Den gebürtig aus Breslau/Polen stammende, zog es als Kind zusammen mit seiner Familie nach Schönwald…und zusammen mit seinen dortigen Freunden schaute er insbesondere in den Wintermonaten neidisch nach Selb.

„Selb hatte eine Eisfläche und wir mussten mit dem Riedl Teich bei Grünhaid vorliebnehmen, eine Lipisdose (Bärenmarke-Milchdose) war der Puck, Fichtenäste nahmen wir als Schläger“

so die Erinnerung des 75-Jährigen.

Mit dem Käfer ins Vorwerk gedüst

Kontakte nach Selb hatte Pflock als Jugendlicher und junger Mann bedingt durch seinen Beruf, zudem war er auch in der Handwerkskammer und der Skigilde Selb aktiv. Gegen wen Selb spielte, als er zum ersten Mal ein Eishockeyspiel im Vorwerk besuchte, kann Werner Pflock nicht mehr sagen, aber er erinnert sich gerne, wie er nach Selb kam.

„Im Mai 1969 kaufte ich mir mein erstes Auto, einen VW-Käfer in mausgrau. Mit diesem ging es dann im Oktober des Jahres 1969 zum ersten Mal mit Freunden ins Vorwerk. Fortan war es um mich geschehen – ich war sofort begeistert und seitdem bin ich ein Fan mit großer Leidenschaft – bis heute“

so Pflock.

Wie viele Spiele Pflock in den letzten 50 Jahren verpasste, kann er nicht sagen, aber:

„Immer, wenn es möglich war bzw. ist, verfolgte ich die Spiele – Eishockey ist einfach eine wunderbare Sportart. Einmal dabei, kommt man nicht mehr davon los“

so der Jubilar.

Der VER Selb e.V. gratuliert Werner Pflock zu seinem außergewöhnlichen Jubiläum und wünscht Herrn Pflock noch weiterhin alles Gute. Möge er bei bester Gesundheit noch viele Jahre seinen geliebten Sitzplatz F 162 einnehmen und die Heimspiele unserer Wölfe verfolgen dürfen.

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