Interview: Hansi Hahn
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Empfangs-Chef VIPRaum/Hockeyhütte

Hansi Hahn, in Selb und Umgebung bekannt wie ein „bunter Hund“. Seit wann bist Du dem Eishockeyfieber erlegen?

Schon seit vielen Jahren, aber richtig regelmäßig gehe ich wieder seit 2009. An den Gegner in meinem ersten Spiel kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Was ich noch weiß: Ich war am nächsten Tag heißer vor lauter Schreien und Anfeuern. Eishockey ist einfach eine faszinierende Sportart, die Schnelligkeit, die Stimmung, der Zusammenhalt im Club… einfach toll. Und damals wie heute bin ich immer noch bei jedem Spiel aufgeregt und fiebere mit unseren Jungs mit.

Schnell wurdest Du auch für eine ehrenamtliche Tätigkeit an den VERein gebunden, seit einigen Jahren bist Du sogenannter Empfangs-Chef des VIP-Raums. Wie kam es dazu?

Da hat maßgeblich Günther Jakob, Schatzmeister des VER, beigetragen, den ich 2009 durch die Verhandlungen bezüglich Sponsoring meines Arbeitgebers Autohaus Mocker kennen und schätzen gelernt habe. Warum man ausgerechnet mich ansprach, ich weiß es nicht, vielleicht lag es daran, dass ich viele Leute in Selb und Umgebung kenne. Egal. Als sie mich einst fragten, ob ich den VIP-Dienst mache würde, sagte ich sofort ja. Das war vor 3 Jahren.

Ihr seid zu dritt am Empfang oder?

Das stimmt. Kathrin Ködel und Tobi Hoffmann unterstützen mich in dieser Funktion. Wir versuchen immer zu dritt da zu sein, Kathrin führt die Liste und Tobi und ich kleben die „Bändchen“, d.h. begrüßen die Gäste und statten jeden mit einem VIP-Bändchen am Handgelenk aus.

Der herkömmliche „0815-VIP-Raum“ ist bei den „Wölfen“ Geschichte. Seit dieser Saison ist eine exklusive Hockeyhütte das neue Zuhause für die VIP‘s. Hand aufs Herz. Wie gefällt Sie Dir persönlich und was sagen die Gäste dazu?

Die neue Hütte ist ein Meilenstein, einfach super und sucht in der ganzen Oberliga (und wahrscheinlich auch darüber hinaus) ihres gleichen. Die Atmosphäre, die Küche, der Ausschankbereich – alles gut abgestimmt. Man kann sich gar nicht mehr vorstellen wie es vorher war. Der erste VIP-Raum des VER war in der öffentlichen Laufkabine, die letzten Jahre dann im Nebenraum der Stadiongaststätte. Beides war okay, aber immer war der Eingang neben den Toiletten, alles dazu sehr beengt. Zudem mussten wir nach den Spielen immer alles abbauen und wegräumen und zum nächsten Spiel wieder aufbauen. Das war nervig und zeitaufwendig zugleich. Jetzt sind wir alle froh, dass wir unsere neue Hütte haben. Viele wollen oftmals nur einen Blick reinwerfen, weil sie schon so viel gehört haben vom einmaligen Flair. Auch unsere Gäste beneiden uns, viele Trainer betreten die Hütte mit den Worten „Wow, so eine Hütte hätten wir auch gerne“.

Als Empfangspersonal sind sicherlich einige Arbeiten vor jedem Heimspiel zu erledigen. Was denn alles?

Also, die Hütte öffnet immer 1 Stunde vor Spielbeginn und schließt ca. 1 Stunde nach Ende der Pressekonferenz. Haupttätigkeiten sind u.a. das Aktualisieren der Gästeliste, hier werden noch Sponsoren oder Ehrengäste nachgetragen, das Vorbereiten der Bändchen, das Einschalten und Testen der beiden Bildschirme, über die das Spiel übertragen wird… bis hin zum Befüllen der Kühlschränke und vieles mehr. Wenn die ersten Gäste da sind, muss alles passen.

Gerade zu Spitzenspielen herrscht in der Hockeyhütte Hochbetrieb“. Verliert man da schnell den Überblick?

Nein, zudem kennen wir mittlerweile unsere Gäste. Es kann schon hin und wieder vorkommen, dass jemand versucht, sich reinzuschmuggeln. Diese vermeiden dann jeglichen Blickkontakt ob des schlechten Gewissens. Da habe ich ein Gespür dafür und spreche die Personen gezielt und höflich an. Wenn „Angetrunkene“ sich Eintritt verschaffen wollen wird es unangenehmer, aber wir haben bislang alle Situationen gemeistert.

Heute ist wieder mit einem großen Ansturm in der Hockeyhütte ist zu rechnen. Haben wir sportlich gesehen eine Chance gegen die Übermannschaft der Liga?

Wenn unsere Jungs frei im Kopf sind, können wir jeden Gegner in dieser Liga schlagen. Regensburg ist ohne Zweifel eine Macht, aber Wunder gibt es immer wieder, auch im Vorwerk. Ich tippe….

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