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Starbulls Rosenheim vs. Selber Wölfe 6:1 (0:0; 3:0; 3:1)

Nach zuletzt fünf Siegen in Folge müssten unsere Jungs eine Niederlage einstecken. Vor über 4000 Zuschauern gelang es uns nicht, den stark aufspielenden Gastgebern, unser Spiel aufzudrängen. Ausschlaggebend war die gnadenlose Effizienz und das konzentrierte Defensivspiel der Starbulls.

“Wir haben es leider ausgelassen die Führung zu erzielen. Im zweiten Drittel waren wir dann etwas zu passiv, dann ist eine Mannschaft wie Rosenheim schwer zu besiegen. Dass die Fans nach Spielende zusammen feiern ist einzigartig, so muss Eishockey sein. Was wir heute hier gesehen haben, erlebt man selten in der Oberliga”

so Wölfe-Coach Henry Thom nach der Partie in der Radio Euroherz Eiszeit.

Torloses erstes Drittel

Von Beginn an wurden die Hausherren – sie starteten mit vier Reihen – ihrer Favoritenrolle gerecht. Die ersten 5 Minuten kamen wir kaum aus dem Drittel und Goalie Deske hatte alle Hände voll zu tun, den frühen Rückstand zu verhindern. Erst ein Alleingang von Mudryk, der aber nicht von Erfolg gekrönt war, sorgte für die erste Entlastung unserer Defensivabteilung. Mit zunehmender Spieldauer kamen wir aber besser ins Spiel und so sahen die etwa 1.000 mitgereisten Wölfe-Fans Möglichkeiten auf beiden Seiten. Wir erspielten uns optische Vorteile, beim Torabschluss mangelte es jedoch an der letzten Konsequenz, was aber auch am Bullen-Goalie Steinhauer lag. Der Spitzenreiter agierte clever, denn weder McDonald noch Pozivil konnten Zählbares erarbeiten.

Effiziente Gastgeber

Rosenheim kam wie die Feuerwehr aus der Kabine und setzte uns von ersten Sekunde an unter Druck. Erst war es Bucheli, der aus der Drehung abzog und Deske mit einem grandiosen Reflex entschärfen konnte. Doch in der 24. Minute durften die Rosenheimer Fans dann jubeln. Wenzel stand frei am langen Eck und hatte keine Mühen das perfekte Zuspiel von Zick zu verwerten. Unsere Jungs versuchten daraufhin Paroli zu bieten und stemmten sich mit aller Kraft dagegen. Ondruschka tankte sich durch, legte quer in die Mitte, doch sein Pass fand keinen Abnehmer. Mitte des zweiten Abschnittes nahm dann das Unheil seinen Lauf. Im Powerplay gelang Baindl Dank eines sehenswerten Solo aus dem eigenen Drittel das 2:0, nur wenige Sekunden später war es wieder Wenzel, der auf 3:0 stellte. Unser Coach Henry Thom nahm nun eine Auszeit – mit Wirkung. Wir tauchten nun wieder deutlich öfter im gegnerischen Drittel auf, alleine Schiener hatte zweimal die Möglichkeit den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch entweder die Kelle des Goalies oder die vielbeinige Abwehr der Hausherren, verhinderte den Torerfolg.

Strafzeiten brechen uns das Genick

Denkbar ungünstig begann der Schlussabschnitt. Nur wenige Sekunden nachdem Klughardt auf die Bank musste – wir hatten sechs Feldspieler auf dem Eis – gesellte sich noch Kolb dazu. Und diese zahlenmäßige Unterlegenheit nutzten die Bullen gnadenlos aus. Draxinger mit einem Schlenzer von der blauen Linie, Goalie Deske ohne freie Sicht, zum 4:0. Kaum waren wir wieder komplett, hob sich die Hand des Schiedsrichters erneut. Wieder Strafe gegen uns und wieder war es Draxinger, der für seine Farben traf. Goalie Deske hatte nun genug und machte Platz für Kümpel. Doch auch ihm erging es nicht viel besser, nur eine Minute stand er im Kasten, als der Rosenheimer Zick den sechsten Treffer an diesem Abend erzielte. Den Schlusspunkt setzen aber unsere Jungs mit einer sehenswerten Kombination. McDonald bediente mustergültig den freistehenden Piwowarzyk, welcher den vielumjubelten Ehrentreffer an diesem Abend erzielte.

Overtime auf den Rängen

Die Enttäuschung über die Niederlage war schnell verflogen, als 1.000 Wölfe Fans es sich nicht nehmen ließen, unsere Mannschaft nach Spielende frenetisch zu feiern.
Doch auch die Fans aus Rosenheim zogen nach und so kam es dass beide Teams, auch von den jeweils gegnerischen Fans, mehrmals aufs Eis gebeten wurden und zur “La Ola Welle” aufgefordert wurden. Und so schallte es noch lange nach Spielende aus tausenden Rosenheimern und Selber Kehlen: “Wir sind alle Eishockeyfans”

 

Einen ausführlichen Spielbericht lesen Sie bei unserem offiziellen Medienpartner Frankenpost.

Fotos: Mario Wiedel

Mannschaftsaufstellungen

Starbulls Rosenheim:

Steinhauer (Böhm) – Gottwald, Draxinger, Rohner, Neumann, Bergmann, Vollmayer – Echtler, Fröhlich, Wenzel, Daxlberger, Nättinen, Heidenreich, Reichel, Bucheli, Baindl, Krumpe, Zick, Hain

Selber Wölfe:

Deske (ab 48.Min. Kümpel) – Ondruschka, Müller, Kolb, Pozivil, Böhringer, Kremer – Piwowarczyk, Gare, Geisberger, McDonald, Mudryk, Moosberger, Hördler, Schiener, Neumann, Klughardt

Tore, Strafzeiten, Zuschauer

24. Min. 1:0 Wenzel (Zick)
30. Min. 2:0 Baindl (Draxinger; 5/4)
31. Min. 3:0 Wenzel (Zick, Draxinger)
46. Min. 4:0 Draxinger (Daxlberger, Vollmayer; 5/3)
48. Min. 5:0 Draxinger (Daxlberger, Baindl; 5/4)
49. Min. 6:0 Zick (Wenzel, Neumann)
50. Min. 6:1 Piwowarczyk (Mudryk, McDonald)

Zuschauer: 4.039
Strafzeiten: Rosenheim 6, Selb 14 + 10 gegen Schiener
Schiedsrichter: Gogulla (Giel, Wagner)

Beitragsserien: Hauptrunde OL Süd 2017/2018
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