Gute Stimmung Trotz Später Niederlage

Angenehme Atmosphäre bei Mannschaftsvorstellung macht Spaß und Mut auf mehr

Auch wenn es mit dem ersten Sieg in der laufenden Saisonvorbereitung noch nicht klappen wollte und die Wölfe auch im dritten Testspiel als zweiter Sieger vom Eis gehen mussten, ließen sich Fans und Akteure bei der diesjährigen Saisoneröffnungsfeier nicht die Laune verderben.

Fast 900 Anhänger kamen, um das neu formierte Wolfsrudel 2019/2020 willkommen zu heißen. Viele der Zuschauer blieben auch nach Spielende und wechselten von der NETZSCH-Arena ins Freigelände und dort in das aufgebaute Festzelt, um bei der offiziellen Mannschaftsvorstellung dabei zu sein. Aber nicht nur das neue Team stand im Vordergrund. Bis es gegen 21.00 Uhr mit der Präsentation des Wolfsrudels 2019/2020 begann, gab es noch einiges zu sehen und zu erleben. Allen voran der neue Fanshop – ein wahrer Hingucker im Außenbereich – wurde von den Wölfe-Fans ausgiebig begutachtet und auch besucht und so mancher deckte sich gleich mit einigen Fanartikeln für den neuen Winter ein. Die Bewirtung der „Mooser Liesl“-Hütte wurde von den Fanclubs übernommen, ebenso die stets gut besuchte Bar, die in harmonischer Atmosphäre zu späterer Stunde auf gemeinsame hochprozentige Drinks einlud.

Die Neuen standen im Fokus

Das Highlight des Abends war natürlich die Teamvorstellung. Stadionsprecher Kai „The Voice“ Losert begann überaus pünktlich um 21:00 Uhr mit dem Programm. Nach einer kurzen Ansprache von Wölfe-Vize Thomas Manzei, den man ebenfalls klar anmerken konnte wie extrem hoch die Vorfreude der Vorstandschaft auf den neuen Winter ist, erfolgte die Teamvorstellung in zwei Teilen. Begonnen wurde mit dem Trainertrio, der Off-Ice-Staff – den Mannen hinter dem Team, den Torhütern und der Defensivabteilung. Nach einer kurzen Verschnaufpause folgte noch die Offensive. Die neuen Akteure standen natürlich im Fokus der Fans, bei guter Akustik lauschten die Wölfe-Anhänger den Worten von Losert, der in seiner bekannt lockeren und professionellen Art durch das Programm führte und auch selbst den etwas zurückhaltenden Akteuren das eine oder andere Wissenswerte sprichwörtlich aus der Nase zog.

Schwere Saison erwartet

Wölfekapitän Ondruschka stellte allen Jungs ein gutes Zeugnis aus. Besonders körperlich sei das Team besser aufgestellt als noch in der vergangenen Saison. Er freue sich auf ein tolles Jahr, warnte aber gleichzeitig vor der Stärke der Gegner.

„Ich habe schon öfter gesagt, es wird wieder sehr, sehr schwer, wenn man die Liga anschaut. Wir haben sieben, acht, oder neun Mannschaften, die alle um den vierten Platz spielen können. Deshalb wird es für uns ein harter Kampf und wir müssen schauen, dass wir von Anfang an gleich Punkte einfahren.“

Eiszeit für die Jungen

Insgesamt wirkte das Team in sich schon als sehr gute Einheit und gefiel mit einem guten Zusammenhalt.

„Es ist wichtig, dass die Jungen Eiszeit bekommen! Ich z.B. bin sehr glücklich, wenn Timon spielt, ob in der 1.Mannschaft, als auch in der 1B – lieber sitze ich mal“

so Urgestein Manuel Kümpel, der zu bedenken gab, dass er mittlerweile auch der Drittälteste im Team sei.

Große Ziele

Ein ganz Junger – zarte 24 Jahre alt, ist Kenny Turner, der für seinen Auftritt wie auch insgesamt alle Neuen viel Applaus erhielt. Der wieselflinke Kanadier zeigte sich zuversichtlich in Kürze seine deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen und formulierte gleich ganz große Ziele.

„Als erstes will ich meinen Pass bekommen, um meinem Team so gut ich kann weiterzuhelfen. Und dann will ich natürlich die Oberligameisterschaft gewinnen.“

Applaus nach derartigen Ansagen war ihm gewiss.

Penaltytreffsicherheit und glückloser Angler

Youngster Maximilian Hirschberger sieht seine Stärken vor allem in der Geschwindigkeit und ließ durchblicken, dass er wohl auch ein recht begabter Penaltyschütze sei. Stürmer Christoph Kabitzky, zuletzt in Crimmitschau spielend, und mit bestem fränkischen Akzent, möchte am liebsten auf dem „rechten Flügel, linken Flügel oder Center“ spielen und Neuzugang Richard Gelke braucht noch etwas Hilfe beim Angeln – eines seiner Hobbys, für das er sehr viel Zeit aufbringt, aber der Ertrag zu wünschen übrig ließ.
Für Lacher im Publikum sorgte auch Routinier Lanny Gare, der sich, nachdem Teamkollege McDonald aufgerufen wurde aber kurzzeitig nicht im Zelt war, als er ausgab und sich unter tosendem Applaus für den Publikumsliebling mit der Nummer 16 ausgab. US-Boy Charley Graaskamp wollte eigentlich nichts sagen, aber nachdem ihn die Fans lautstark aufforderten, ließ auch er sich nicht lange bitten und deutete kurz an, dass aus seiner Sicht das Team durchaus sehr viel Potential besitze und

„wir in diesem Jahr viel Spaß haben werden.“

Der VER Selb e.V. bedankt sich an dieser Stelle nochmals bei allen aktiven Mitgliedern des Fanprojekts Selb e.V., die zum Gelingen dieses Saisoneröffnungsfestes beigetragen haben.

Beitragsserien: Saisonvorbereitung 2019/2020