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Tilburg Trappers vs. Selber Wölfe 6:3 (3:1; 2:1; 1:1)

Unsere Wölfe bieten den Tilburg Trappers auch in Spiel 3 einen großen Kampf. Am Ende setzt sich der Favorit aus den Niederlanden mit einem 6:3 Sieg durch und zieht nach drei Siegen ins Halbfinale ein – für unsere Wölfe ist somit Sommerpause. Chancenlos waren unsere Wölfe aber erneut nicht. Bei konsequenterer Chancenverwertung und einer besseren Powerplayausbeute im Mittelabschnitt, als man 15 Minuten Überzahl ungenutzt ließ, hätte man durchaus die mit vier qualitativ ausgeglichenen Blöcken agierenden Hausherren noch ernsthafter in Gefahr bringen können. „Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf, im Gegenteil. Ich ziehe den Hut vor meinem Team, das bis zum Schluss alles versucht hat und nie aufgegeben hat – Tilburg war ein sehr starker Gegner, extrem kompakt…und war in den entscheidenden Phasen einfach abgeklärter“, so Wölfe-Trainer Henry Thom in der Euroherz-Eiszeit.

Trappers eiskalt im Abschluss

Die Aufgabenstellung für unsere Jungs im Jssportcentrum zu Tilburg war unmissverständlich klar: siegen oder fliegen. Unsere Jungs starteten entsprechend hochmotiviert und voller Tatendrang gegen den 15maligen niederländischen Rekordmeister. Allen Personalsorgen zum Trotz – es fehlten Lüsch (Gehirnerschütterung) und Moosberger (Matchstrafe) –  hatten wir in der Anfangsphase sogar leichte Vorteile und die mögliche Führung auf dem Schläger. Letztere vergab McDonald in Unterzahl, als er nur den Pfosten traf. Tilburg im Glück, auch als Gare ebenfalls noch in zahlenmäßiger Unterlegenheit knapp über das Tor zielte. Die Gastgeber sichtlich beeindruckt, hatten nicht mit derartig großer Wölfe-Gegenwehr gerechnet. Dank eines sehr guten Wölfe-Penaltykillings durften die Trappers auch in Überzahl nicht jubeln. Unsere Wölfe bis dato ebenbürdig, der große Unterschied zu Tilburg war jedoch die Chancenverwertung. Im Stile eines Spitzenteams fackelten die Hausherren nicht lange und besorgten die Führung. Vogelaar nicht zu halten, bediente den freistehenden Nagtzaam, der Deske keine Chance ließ. Sehenswerter Treffer, im Gegensatz zum 2:0, wo reichlich Glück mitspielte. Bastings, dem nach einem unglücklichen Abpraller die Scheibe sprichwörtlich vor die Füße fiel und danke sagte. Resignation bei unseren Wölfen? Von wegen – wir hatten sofort die richtige Antwort parat. Gare gelang im zweiten Versuch der enorm wichtige Anschlusstreffer, ehe sich unsere Wölfe leider selbst das Leben schwer machten. Zwei unnötig gezogene Strafzeiten von Graaskamp und Kolb bedeuteten ein 3/5 Unterzahlspiel und Tilburg bestrafte dies mit dem 3:1.

Wölfen fehlt Kaltschnäuzigkeit in Powerplay

Kein guter Start für uns in den Mittelabschnitt. Nur 59 Sekunden waren gespielt, als Tilburg auf 4:1 davon zog. Bruijsten M. narrte unsere komplette Hintermannschaft und überwand Deske per Bauerntrick auf dem falschen Fuß. Aber erneut folgte die einzig richtige Reaktion. McDonald traf nur 13 Sekunden später zum  enorm wichtigen 4:2 – unsere Wölfe wieder voll in der Partie. Ein Treffer, der beflügelte. Wir spielten auf Augenhöhe mit dem favorisierten Niederländern, boten den weiterhin mit vier ausgeglichenen Blöcken  agierenden Tilburgern die Stirn. Schiener vergab bei einem Breakversuch die Chance zum möglichen dritten Wölfe-Treffer. Und wenn man vorne seine Dinger nicht reinmacht, wird dies bestraft. So auch in Tilburg. Letztere zeigten, wie einfach das Toreschiessen sein kann. Hermens wird nicht entscheidend gestört, zieht an Freund und Feind vorbei – 5:2. War´s das gewesen? Nein. Tilburg schwächte sich mit zahlreichen Undiszipliniertheiten selbst, aus denen unsere Mannen jedoch kein Kapital schlagen konnten. 15 Minuten standen wir in Überzahl, aber leider gelang kein weiterer Treffer. Es fehlte an der letzten Präzision im Abschluss, Tilburg fand immer eine Möglichkeit, sich zu befreien. Und zudem stand mit Meierdres ein starker Rückhalt zwischen den Pfosten, der selbst gute Einschussmöglichkeiten von McDonald, Gare, Gollenbeck oder Geigenmüller zunichte machte.

Wölfe kämpfen bis zum Schluss

Können die Wölfe nochmals dem Spiel eine entscheidende Wende geben? Es war ein schweres Unterfangen, aber unsere Jungs warfen alles in die Waagschale und gaben sich nie auf. Als Schiener mit einem Distanzschuss den vorher unüberwindbar scheinenden Meierdres zum 5:3 überwand, gab dies nochmals einen zusätzlichen Ruck für unser Team. Da der erwartete Sturmlauf Tilburgs ausblieb, gab es Chancen auf beiden Seiten, beide Torsteher hatten gute Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Deske stand etwas mehr im Mittelpunkt, als er einen Penalty gegen De Hondt, der regelwidrig beim Torabschluss gehindert wurde, souverän parierte. Unsere Mannen wollten nichts unversucht lassen, aber es fehlte die Kraft, die starken Tilburger nochmals ernsthaft spielerisch in Gefahr zu bringen. 126 Sekunden vor Ende machte Tilburg mit dem 6:3 den Deckel drauf – Tilburg feierte, aber auch unsere Wölfe konnten erhobenen Hauptes vom Eis gehen.

 

 

Einen ausführlichen Spielbericht lesen Sie bei unserem offiziellen Medienpartner Frankenpost. Fotos: Mario Wiedel

Mannschaftsaufstellungen

Tilburg Trappers

Meierdres (Leeuwesteijn) – Loginov, Collier, Vogelaar, Verkiel, Van Oorschot, Van Elten, Van Gestel – Van Den Heuvel, Bastings, Montgomery, Sars, Nagtzaam, Bruijsten K.,Hermens, De Bonth, Bruijsten M., De Hondt, Jacobs, Stepher, Hessels

Selber Wölfe

Deske (Bätge) – Ondruschka, Nijenhuis, Müller, Kolb, Böhringer, Kremer, (Silbermann) – McDonald, Gollenbeck, Gare, Graaskamp, Hördler, Geigenmüller, Schiener, Zimmermann, Fink, Klughardt

Tore, Strafzeiten, Zuschauer

8.Min. 1:0 De Hondt (Vogelaar, Bruijsten K.)

12. Min. 2:0 Bastings (Van Den Heuvel, Montgomery)

13. Min. 2:1 Gare (Ondruschka, Gollenbeck)

15. Min. 3:1 Stempher (Van Den Heuvel; Vogelaar; 5/3)

21. Min. 4:1 Bruijsten M. (Nagtzaam, De Bonth)

22. Min. 4:2 McDonald

26. Min. 5:2 Hermens (Bastings; Loginov)

46. Min. 5:3 Schiener (Müller; Ondruschka)

58. Min. 6:3 Hermens (Vogelaar; De Hondt)

Strafzeiten: Tilburg 12 + 5 + SD gegen Montgomery, Selb 12

Zuschauer: 2.390

Schiedsrichter: Naust (Beelen, Oosterling)

Beitragsserien: PlayOffs 2019