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Selber Wölfe vs. Höchstadter EC  8:5 (2:2; 3:1; 3:2)

Eine Niederlage war keine Option. Die Marschroute war klar festgelegt: Heute musste ein Sieg vor heimischem Publikum unbedingt sein. Verzichten musste man auf den noch verletzten Dominik Kolb und den erkrankten Ian McDonald. Die Mannschaft spielte von der ersten Minute an konzentriert und stand in der Defensive deutlich besser als bei den zuletzt eingefahrenen Niederlagen. Gollenbeck zeigte heute eine hervorragende Leistung und belohnte sich mit 5 Toren selbst.

Ausgeglichenes Auftaktdrittel

Sie wollten heute besser ins Spiel kommen und das gelang den Wölfen auch. In der zweiten Minute tauchten sie ein erstes Mal gefährlich vor Alligators-Goalie Schnierstein auf, Geigenmüller konnte den Puck aber nicht ins Tor lenken. Es folgten Chancen im Minutentakt: Zimmermann, Kremer und Gare, dessen Bauerntrick der Gästegoalie gerade noch so entschärfen konnte. Erst in der 5. Minute tauchten die Gäste aus Höchstadt ein erstes Mal vor Wölfe-Keeper Deske auf. Und das war wahrlich brüderlich, denn für Seiten der Alligators scheiterte Marvin Deske an seinem Bruder Niklas im Tor der Wölfe. Als Petrak dann in der 7. Minute die Bank drückte, traf Lüsch zum verdienten 1:0. Höchstadt beeindruckte der Rückstand nicht, der Ausgleich fiel noch in derselben Minute durch Babinsky. Mikesz hätte direkt im Anschluss noch erhöhen können, Deske rettete in höchster Not. In der 10. Minute machte es dann aber Petrak in Überzahl besser, der Wölfe-Schlussmann ohne Abwehrchance. Das Spiel gestaltete sich nun offen und beide Mannschaften kamen zu guten Chancen, Zählbares kam aber erst wieder in der 16. Minute raus, als Gollenbeck eine Unsicherheit der Höchstadt–Mannen ausnutzte und zum 2:2 Pausenstand den Puck in den Maschen versenkte.

Und plötzlich lief die Scheibe

So wie das erste Drittel endete, fing das zweite an. Neugebauer zog in der 26. Minute von der blauen Linie ab, Roth lenkte den Puck unhaltbar für Deske in die Maschen. Bahnte sich da wieder so ein Debakel an? Die Wölfe zeigten aber Kampfgeist. Schiener und Gollenbeck hatten den Ausgleich am Schläger, konnten den Puck aber nicht an Schnierstein vorbeibringen. Einen Schuss von Geigenmüller blockte Höchstadts Aab gerade noch so ab. Das Spiel war ausgeglichen, es gab Chancen auf beiden Seiten. Als Moosberger seine dritte Strafzeit des Abends kassierte, was keiner wirklich verstehen konnte, schienen die Thom-Schützlinge aber endgültig aufgewacht zu sein und erspielten sich in Unterzahl gute Chancen. Kaum komplett, wurde direkt vor der Bank der Wölfe ein Selber Spieler nicht gerade fair zu Fall gebracht und noch während den wilden Protesten auf Fan- und Offiziellenseite, bekam Geigenmüller in der 36. Minute den Puck von Hördler wunderbar zugespielt und verwandelte kaltschnäuzig zum 3:3. In der 37. Minute erhöhten die Wölfe den Spielstand nach einem schönen Spielzug in Person von Gollenbeck auf 4:3. Grau drückte die Strafbank, Schiener zielte noch vorbei, bevor Gollenbeck es besser machte und in der 39. Minute den 5:3 Pausenstand besorgte.

Gollenbeck belohnt sich selbst

Den besseren Start ins Schlussdrittel hatten die Gäste, in der 42. Minute markierte Mikesz das 5:4. Das Spiel war jetzt richtig schön anzusehen. Mit guten Chancen auf beiden Seiten hatte das Spiel durchaus Unterhaltungswert. Nedved, gerade von der Strafbank wegen Stockschlags kommend, wittert seine Konterchance, Deske in der linken Rundung konnte den Puck aber sicher vor ihm wegstochern. Das war für den Höchstadter Verteidiger scheinbar Grund genug, unseren Goalie mit einer fiesen Attacke zu Fall zu bringen. Noch während sich Deske auf dem Eis krümmte, machten Müller und Kapitän Ondruschka Nedved klar, dass das so nicht läuft. Die Schiedsrichter hatten ihre Mühen, der Situation Herr zu werden. Die Stimmung wurde nun zunehmend hitziger. Der heute überragend spielende Gollenbeck erhöhte in der 48. Minute völlig verdient auf 6:4. Letzterer belohnte sich dann für seine Leistung auch selber noch mit seinem 5. Treffer zum zwischenzeitlichen 7:4. Kurioses Tor für die Gäste in der 54. Minute – Aab hatte irgendwie die Scheibe an Deske vorbeigeschlenzt, 7:5. Als Höchstadt 2 Minuten vor Schluss den Torwart zu Gunsten eines 6. Feldspielers zog, boten sich noch einmal drei kuriose Szenen. Einmal Pfosten, einmal drehte sich die Hartgummischeibe nur Millimeter vom Tor weg und erst im dritten Anlauf fand der Puck dann den Weg ins Tor zum 8:5 Endstand durch Ondruschka.

Einen ausführlichen Spielbericht lesen Sie bei unserem offiziellen Medienpartner Frankenpost. Fotos: Mario Wiedel

Mannschaftsaufstellungen

Selber Wölfe

Deske (Kümpel) – Ondruschka, Silbermann, Müller, Fink, Kremer, Böhringer – Gare, Gollenbeck, Graaskamp, Schiener, Zimmermann, Lüsch, Geigenmüller, Hördler, Moosberger

Höchstadter EC

Schnierstein (Metz) – Stütz, Wiedl, Cejka, Nedved, Roth, Babinsky – Aab, Neugebauer, Deske, Grau, Petrak, Vojcak, Seibel, Mikesz, Fröhlich

Tore, Strafzeiten, Zuschauer

7. Min. 1:0 Lüsch (Hördler, Moosberger; 5/4);

7. Min. 1:1 Babinsky (Mikesz, Deske);

10. Min. 1:2 Petrak (Nedved, Aab; 5/4);

16. Min. 2:2 Gollenbeck (Gare, Graaskamp; 5/4);

26. Min. 2:3 Neugebauer (Nedved, Petrak);

36. Min. 3:3 Geigenmüller (Hördler, Moosberger);

37. Min. 4:3 Gollenbeck (Gare, Silbermann);

39. Min. 5:3 Gollenbeck (Gare, Graaskamp; 5/4);

42. Min. 5:4 Mikesz (Seibel, Aab);

49. Min. 6:4 Gollenbeck (Gare, Schiener);

52. Min. 7:4 Gollenbeck (Graaskamp, Gare; 5/4);

54. Min. 7:5 Aab (Babinsky; 5/4);

60. Min. 8:5 Ondruschka (Kremer, Moosberger)

Strafzeiten: Selb 20 + 10 für Müller, Höchstadt 22 + 10 für Nedved
Zuschauer: 1.058
Schiedsrichter: Westhaus (Schwenk/Stenzel)