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19.5.2012 : 7:11 : +0200

Trainer

Cory Holden

Cory Holden

 

Geburtsdatum: 15.02.1971
Geburtsort: Thompson, Kanada
Familienstatus: verheiratet, 2 Kinder Ben und Mia
Position: Coach
Schießt: rechts
Augenfarbe: blau
Hobby's: Golf, Eishockey schauen

Cory, Saisonziel Platz 4 erreicht, nun im Viertelfinale. Wie zufrieden bist Du mit dem
Erreichten und wie fällt Dein bisheriges Saisonfazit aus?

Wir haben uns von Platz 9 im Vorjahr auf Platz 4 verbessert. Das ist eine super Sache für die Mannschaft, den Verein und den Fans.
Tolle Saison trotz zeitweise massiven Verletzungssorgen. Schweißte dies das Team noch enger zusammen?
Ja, auf jeden Fall, jeder musste etwas mehr tun um die Ausfälle zu kompensieren. Diesen Job hat jeder sehr gut gemacht auch die Junioren haben sehr großen Anteil daran und haben sich super geschlagen und der Mannschaft extrem geholfen.
Ohne einzelne Spieler aus dem Team herauszuheben: Was waren aus Deiner Sicht die Schlüssel zum Erfolg?
Der unbedingte Siegeswille der gesamten Mannschaft.
Viermal gegen Deggendorf in den Play-Offs die bessere Mannschaft. Was machte Dich sicher, dass wir die Serie gewinnen?
In der Serie gegen Deggendorf waren wir von Anfang an die bessere Mannschaft vom Torwart über die Verteidigung bis zum Sturm.
Über die Saison - Offensiv top, Defensiv flop – welche Erklärung hast Du dafür?
Die Mannschaft ist sehr offensiv ausgerichtet, dazu kommt das Verletzungspech in der Abwehr. Das hat sehr viel Kraft gekostet und geht auf die Konzentration.
Selb hat die besten Fans der Liga. Welchen Anteil haben unsere Fans am Erfolg?
Einen sehr großen Anteil. Sie sind unser 7. Mann auf dem Eis und geben uns immer wieder Kraft, nach vorne zu gehen.


Co-Trainer

Marc Thumm
Marc Thumm
Marc Thumm

Geburtsdatum: 26.05.1974
Geburtsort: Bayreuth
Familienstatus: Freundin
Position: Assistant Coach
Schießt: links
Augenfarbe: braun
Hobby's: Golf, Städtereisen

Marc, Defensivverhalten VER: Als ehemaliger Verteidiger von außen gesehen – wo krankte es, was muss verbessert werden?
Die Defensive fängt bei den Stürmern an und hört beim Torwart auf. Jeder Spieler auf dem Eis muss seinen Job zu 100% erfüllen, dazu gehört auch die Defensivarbeit. Es wäre falsch alles nur auf die Verteidigung oder den Torwart zu schieben; um hinten drin erfolgreich zu spielen, gehört eine gute Leistung von allen sechs Mann dazu.
Cory und Du – ihr liegt auf einer Wellenlänge. Wie würdest Du Cory als Trainer charakterisieren?
Ja, wir verstehen uns sehr gut. Cory macht einen sehr guten Job als Trainer, ob es im taktischen Bereich oder in der Vorbereitung zu einem Training oder Spiel ist. Und auch wenn es für ihn dieses Jahr als junger Trainer nicht immer leicht war mit dem ganzen
Verletzungspech das wir von Anfang an hatten und immer wertvolle Spieler ersetzen mussten, er hat immer das Beste fürs Team versucht und hatte auch großen Erfolg mit seiner Arbeit erzielt.
Wie sieht Deine sportliche Zukunft aus? Wäre eine Trainerstelle reizvoll oder füllt Dich die Stelle als Co voll aus?
Ich habe ja noch für ein Jahr hier in Selb zugesagt als Co-Trainer zu arbeiten. Auf dieses Jahr freue ich mich auch sehr, es macht sehr viel Spaß mit dem gesamten Team (Mannschaft, Betreuer, Ärzte und der Vorstandschaft) zu arbeiten. Klar, es ist immer eine reizvolle Aufgabe als Cheftrainer zu arbeiten. Und wer weiß vielleicht werde ich nach Erhalt meines nächsten Trainerscheins auch mal als Cheftrainer bei einem Verein arbeiten; aber so weit denke ich jetzt noch nicht, ich will solange wie möglich hier in Selb erfolgreich arbeiten und da werde ich als Co-Trainer alles dafür tun.
Abschließend: Warum kann der VER Selb auch in der Serie gegen Dortmund bestehen und weiterkommen?
Der Siegeswille unserer Mannschaft ist unglaublich und mit der Unterstützung unserer Fans (DIE BESTEN FANS DER LIGA) werden wir alles tun, um eine Runde weiterzukommen.


Betreuer

Wolfgang Janda
Wolfgang Janda
Wolfgang Janda

Chef-Betreuer
Schießt: rechts
geboren am 06.12.1954 in Selb
Familienstatus: verheiratet
Größe: 184 cm
Gewicht: 83 kg
Augenfarbe: blau
Hobby's: Reisen, Fußball, Schlafen, Spaziergänge mit Hund Blacky

Wolfgang Janda – die gute „Seele“ des Vereins und unbestritten für die Erste eine der wichtigsten Personen im Hintergrund. Wie lange machst Du schon diesen Job und was war der Auslöser für Dich, überhaupt dieses Amt zu übernehmen?
Als mein Sohn Ralph 1988 im Nachwuchsbereich anfing, suchte man einen Betreuer. Mein Freund und Betreuerkollege Wolfgang Fischer war bei der 1. Mannschaft. 1991 wurde er desöfteren zur 1. Nationalmannschaft abberufen. Ab da wechselte ich zur 1. Mannschaft.
Wie zeitintensiv muss man sich als Außenstehender Deinen Job vorstellen und welche Hauptaufgaben fallen dabei an?
Es beginnt schon im Frühjahr mit den Wohnungen, die ich für auswärtige Spieler herrichte. Wenn dann die Vorbereitungsspiele beginnen und während der Saison habe ich nicht selten eine 7-Tage-Woche. Bei Heimspielen geht es schon vormittags los mit Vorbereitungen (Wäsche usw.). In der Regel bin ich ca. 2 1/2 Stunden vor Beginn bis rund 3 Stunden nach Spielende beschäftigt.
Du wirst oftmals bestimmt auch als „Seelentröster“ hergenommen. Wie geht man damit um, wenn Spieler einem sehr vertrauliche Sachen anvertrauen?
Wenn man 8 Monate täglich zusammen ist, ist es ganz klar, dass sich Spieler mal aussprechen wollen, welches intern behandelt wird.
Auf den Schliff kommt es an. Schlittschuhschleifen muss gelernt sein. In einem Satz: Was ist das Wichtigste beim Schleifen bzw. was muss beachtet werden?
Dass die Auflagefläche gerade ist! Und dass jeder Spieler den Schliff bekommt, der seinen Wünschen entspricht.
Du bist zudem auch beim VER als Eismeister angestellt. Wie kam überhaupt Deine Liebe zum Eishockey?
Eishockey hat mich schon immer fasziniert. Mit 10 Jahren fing ich selbst an zu spielen.
Erlebnisse aus der Kabine sind normal strikt geheim. Machen wir eine Ausnahme. Was war für Dich die lustigste Geschichte/Begebenheit in Deiner langen Karriere?
Wenn Spieler nach der Zeitumstellung anrufen und fragen: „Ist Abfahrt nach Sommer- oder Winterzeit?“!!!
Einschätzung von Dir – was ist für den VER in dieser Serie sportlich möglich?
In den Play-Offs gegen den ein oder anderen Westverein spielen, danach: Schau ma mal - sagt der Kaiser!

Lars Rohm
Lars Rohm
Oliver Kremenovic
Oliver Kremenovic
Oliver Kremenovic
Dr. Christian Köhler
Dr. Christian Köhler
Dr. Christian Köhler
Dr. Thomas Kieke
Dr. Thomas Kieke
Dr. Christian Poersch
Dr. Christian Poersch

Mannschaft 2011/2012

Torhüter

Manuel Kümpel
Manuel Kümpel

#21 Manuel Kümpel

Torwart
Schießt: links
geboren am 27.12.1985 in Tirschenreuth
Familienstatus: ledig - Freundin
Größe: 182 cm
Gewicht: 92 kg
Augenfarbe: blau

Mit Stephen Ritter holte der VER einen neuen Goalie, der bislang öfters den Vorzug vor Dir erhielt. Wie bist Du mit der aktuellen Situation und Deiner Leistung in den 8 Spielen zufrieden?
Ich versteh mich mit Stephen sehr gut, und habe kein Problem wenn er spielt, solange der Bessere spielt. Es ist ja schliesslich eine Mannschaftssportart. Mit meinen Leistungen bin ich sehr zufrieden, auch wenn die Gegentorstatistik was anderes spricht. Bis auf ein, zwei gröbere Schnitzer, denke ich, habe ich meine Aufgaben bisher sehr anständig erfüllt.
Auf eine „Nummer 1“ will sich Cory Holden nicht festlegen. Wäre ein klare „Aufgabenverteilung“ für Dich besser und wie würdest Du die Leistungen der Torhüter einschätzen?
Beides hat seine Vor- und Nachteile, ich finde es für mich persönlich besser, wenn ich auch sehe, dass ich auch mal meine Chance bekomme. Da ich denke, dass Stephen und ich uns nicht sehr viel vom Leistungsniveau herschenken. Die Statistiken sprechen zwar nicht für uns, aber auch übermächtige Namen wie Cinibulk, können nicht mit ihrer Statistik glänzen... Aber natürlich werden wir beide noch zulegen können in Sachen Leistung.
Wie würdest Du das Verhältnis Stephen Ritter/Manuel Kümpel für den Außenstehenden beschreiben?
Wir harmonisieren sehr gut, tauschen untereinander Sachen aus die uns, beiden weiterhelfen können und analysieren Fehler. Keiner von uns ist böse wenn der andere mal spielt. Und wir freuen uns zusammen über eine gute Leistung eines Kontrahenten.
Der VER Selb hat mit einen der stärksten Angriffe der Liga, kassierte aber auch mit die meisten Gegentore. Worin sieht Manuel die Gründe darin?
Meiner Meinung liegt das an der gesamten Liga. Viele Vereine setzen bei ihren Kontingentstellen auf Stürmer und besetzen Sturmreihen mit hochkarätigen Deutschen. Im Verteidigungsbereich ist es dafür umso schwerer, weil es immer weniger ausgezeichnete Verteidiger gibt, denn diese stehen auf der Liste der DEL oder 2. Liga. Aber bei uns würde ich dies eher auf die Verletzungsmisere mit schieben, da wir meist mit vier oder fünf Verteidigern agieren und dann am Ende des Spiels oftmals der letzte entscheidende Schritt fehlt. Ich denke wenn wir komplett sind, wird sich auch in Sachen Gegentore einiges ändern. Denn Defensive hängt nicht nur vom Torhüter und Verteidigung ab, defensiv muss
als Mannschaft agiert werden.
Du bist nun 26 Jahre jung (Geburtstag 27.12.). Was für Ziele hast Du Dir sportlich noch gesetzt?
Ziele sind, Selb so weit wie möglich weiterzuhelfen, zu einem anderen Verein zu wechseln, kommt für mich fast nicht in Frage... weil ich mich hier sehr wohl fühle und mit Netzsch einen hervorragenden Arbeitgeber habe. Als Trainer agieren kann ich mir sehr gut vorstellen, habe ja meine Lizenz schon vor drei Jahren gemacht; und kümmere mich hin und wieder in dieser Saison um die Nachwuchsgoalies.
Dein Spitzname ist Bambam. Wie kam dieser zustande?
Tim Schneider gab mir diesen in den Junioren, weil ich strohblond nach Selb kam, so wie BamBam von den Feuersteins.

Stephen Ritter

#33 Stephen Ritter

Torwart 
Schießt: rechts
geboren am 31.12.1986 in Tenafly, New jersey
Familienstatus: ledig
Größe: 195 cm
Gewicht: 94 kg
Augenfarbe: braun

Wie gefällt es Dir hier in Selb?
Super, ich hatte bislang eine tolle Zeit, wurde sehr gut aufgenommen. Selb ist ein schönes, kleines und eishockeyverrücktes Städtchen.
Im letzten Winter hinter Markus Keller nur 2. Mann mit wenig Eiszeit, in dieser Serie schon 23 Einsätze. Was ist das für ein Gefühl spielen zu dürfen und wie bist Du mit Deiner Leistung zufrieden?
Letzte Serie war es nicht immer angenehm, aber ich musste akzeptieren, dass Markus die Nummer Eins war. Auch in Selb war es anfangs für mich eine Umstellung und nicht leicht. Nach „Startschwierigkeiten“, habe ich allmählich zur Form gefunden und es läuft immer besser.
Coach Cory Holden hat sich bislang nicht auf eine „Nummer 1 Goalie“ festgelegt und entscheidet kurzfristig. Wäre es besser, die Rollen wären klar verteilt?
Nein, sehe ich nicht so, habe damit kein Problem. Im Gegenteil. Mir gefällt die Herausforderung, mich in jedem Training aufs Neue durch Leistung aufzudrängen, um am Wochenende auch spielen zu dürfen.
Der VER Selb ist die Tormaschine und Schiessbude der Liga zugleich. Wie ist Deine Meinung zum Defensiverhalten und welchen Anteil/Schuld haben die Goalies?
Seit letzten Sonntag haben wir ja wieder eine positive Torbilanz :-)) Spaß beiseite. Wir wissen um das Problem und arbeiten daran, werden auch immer besser. Die letzten Ergebnisse waren ein Schritt in die richtige Richtung. Zu den Goalies: Wir sind ein Team und verteidigen geht bekanntlich im Sturm los.
Warum sind die Selber Fans so einzigartig?
Ich habe im Vorfeld nur Gutes über die Selber Anhänger gehört und ich muss sagen: Es ist Wahnsinn, welche Stimmung unsere Fans machen. Die Fans unterstützen uns auch auswärts immer sehr zahlreich, das ist stark. Die Fans sind der 7. Mann. Wir brauchen Euch, auch wenn es mal nicht so läuft. Macht weiter so!
Welche sportlichen Ziele verfolgst Du?
Ich möchte einen Titel mit Selb gewinnen.

Niko Stark
Niko Stark

#72 Niko Stark

Torwart 
*24.03.1995
181 cm - 70 kg

Verteidiger

Jiri Ryzuk

#4 Jiri Ryzuk

Verteidiger -
*19.02.1990
188 cm - 90 kg

Dan Heilman
Dan Heilman

#12 Dan Heilman

Verteidiger
Schießt: links
geboren am 10.10.1975 in Olds, Alberta, Canada
Familienstatus: verheiratet
Größe: 184 cm
Gewicht: 85 kg
Augenfarbe: blau

Seit 2010 im Kader und vom Stürmer zum Verteidiger umfunktioniert.
Bist Du mit Deiner neuen Rolle zufrieden und wie war für Dich die Umstellung?

Ich bin sehr zufrieden und es ist eine große Herausforderung für mich, nun in dieser neuen Position zu spielen. Die Umstellung war eigentlich leicht für mich, weil ich mich auch sehr wohl in dieser Rolle fühle. Ich habe schon viel dazu gelernt und lerne immer noch jeden Tag neu dazu.

Mit Blick auf das Torverhältnis ist unsere Defensive eine enorme Schwachstelle (zweitmeiste Gegentore). Wo liegen Deiner Meinung nach die Gründe hierfür?
Wenn man sich die 2 oder 3 richtig schlechten Spiele wegdenkt (vor allem in Regensburg bzw. Peiting), schaut es nicht ganz so schlimm aus. Unser Problem ist, dass wir - sobald wir uns eine Führung herausgearbeitet haben - lernen müssen, bessere Entscheidungen zum Erhalt des Ergebnisses zu treffen.

Weg vom tschechischen zum kanadischen Eishockey.
Wo liegen aus Sicht eines Deutschkanadiers hier die größten Unterschiede?

Kanadisches Eishockey bedeutet glaube ich mehr Teamwork. Du kämpfst nicht nur für Dich selbst, sondern für die ganze Mannschaft.

Die letzten Ergebnisse zeigen es: Die Konstanz fehlt im Team. Woran liegt es?
Es gab in letzter Zeit sehr viele Verletzungen bzw. Krankheiten und das ist sehr schwierig für die Mannschaft, um eine gewisse Routine und Praxis Spiel für Spiel zu gewinnen.. Hoffentlich haben wir diese Phase bald hinter uns und können richtig losstarten.

Aus Sicht der Fans ist ein Play-Off-Platz unbedingt Pflicht.
Was sagt Dan Heilman über sein persönliches Saisonziel?

Natürlich ist ein Play-Off-Platz ganz wichtig und auch ein persönliches Ziel. Auch ein weiteres persönliches Ziel ist, mich von Spiel zu Spiel als Verteidiger zu verbessern und gesund zu bleiben.

Dan Heilman wurde vor kurzem 36 Jahre alt?
Ich möchte gerne noch 2-3 Jahre spielen, vielleicht sogar länger.

Dennis Dörner

#14 Dennis Dörner

Verteidiger
Schießt: links
* 16.02.1992 in VS_Schweiingen
Größe: 183 cm
Gewicht: 84 kg

Yann Jeschke

#17 Yann Jeschke

Verteidiger
Schießt: links
geboren am 04.12.1981 in Berlin
Familienstatus: ledig
Größe: 188 cm
Gewicht: 97 kg
Augenfarbe: braun

Du gehst in Deine dritte Saison mit den Selber Wölfen. Wie hat sich der Großstadtmensch und „Berliner Jung“ Jeschke im überschaubaren Oberfranken eingewöhnt?
Überschaubar trifft es genau. Ich habe mich hier sehr gut eingelebt und fühle mich auch sehr wohl. Ich bin jedoch ein Großstadtkind und daher vermisse ich doch so einiges an der Großstadt (Bars, Restaurants, Clubs jeden Tag, den ganzen Tag offen und einkaufen bis 22 Uhr), vor allem die Vielfältigkeit der Freizeitangebote. Jedoch hat das Überschaubare auch so seine Vorteile: keine ewigen Staus, kurze Wege und auch ein absolut beeindruckendes
Preis-Leistungs-Verhältnis bei Speisen und Getränken. Nicht zu vergessen, dass es hier hervorragendes Bier gibt!

Rückblickend: Wie entscheidend war für Deinen Wechsel nach Selb das VER-Konzept „Eishockey und Beruf“?
Ohne dieses Konzept wäre ich wohl nie zum VER gekommen. Das Angebot kam ja schon ein Jahr zuvor, jedoch gab es dort keinen passenden Job und ich musste ablehnen. Das Jahr darauf wurde mir dann mein jetziger Job angeboten und da musste ich nicht mehr lange überlegen!

Die letzte Spielzeit war für Dich vor allem durch Verletzungen geprägt. Du bist wieder zurück, wirkst fitter denn je. Wie bist Du mit Dir und Deiner Leistung bislang zufrieden?
Die letzte Saison war für mich eine Katastrophe und galt es so schnell wie möglich zu vergessen. Dieses Jahr bin ich beschwerdefrei durch die Vorbereitung gekommen und fühle mich gut. Ich bin mit meiner Leistung recht zufrieden aber noch nicht zu 100%. Ich muss mehr Kontinuität in meine Leistungen bringen, da ich am Anfang der Saison sehr geschwankt habe. Momentan spiele ich mit unserem Oldie Dan-the-Man und fühle mich sehr wohl. Naja und 1-2 Törchen mehr könnten schon rausspringen.

Vor Selb warst Du neben Berlin auch 3 ½ Jahre in Rostock unter Vertrag. Du sollst maßgeblich am Wechsel von Hördler und Schneider mitgewirkt haben?
Ja, meine Zeit in Rostock war fantastisch und daran hatten auch diese beiden Chaoten maßgeblichen Anteil! Nicht nur dass sie jeden Scheiß mitmachen, sondern auch weil es grandiose Eishockeyspieler sind. Mingo (David) ist bekanntermaßen einer der besten Center in der Oberliga und ich hatte seinen Namen letztes Jahr schon mal „eingeworfen“. Als
Ronny mir dieses Jahr gesagt hat, dass er sich gern verändern möchte, haben Mingo und ich hier die Räder ins Rollen gebracht und sind froh, dass es geklappt hat.

Welche Ziele hat ein letzter Woche 30 Jahre alt/jung gewordener Yann Jeschke sportlich gesehen persönlich und mit dem VER Selb?
Mit dem VER möchte ich dieses Jahr mindestens die 2. Playoff-Runde erreichen und danach Meister werden und dabei verletzungsfrei bleiben!

Ronny Schneider
Ronny Schneider

#22 Ronny Schneider

Verteidiger
Schießt: rechts
geboren am 22.03.1985 Bad Muskau
Familienstatus: ledig
Größe: 182 cm
Gewicht: 88 kg

Nach zuletzt 2 Jahren Rostock und einem „Abstecher Dortmund“ nun im oberfränkischen Selb. Welche Rolle spielte dabei David Hördler?
Eine sehr große, ohne ihn und Yann wäre es nie zu Gesprächen mit dem VER gekommen!!!
Wie gefällt es Dir hier und könntest Du Dir vorstellen, länger beim VER zu bleiben?
Na sicher, erstmal bin ich ja eh hier her gekommen aus dem Grund, eine neue Ausbildung zu beginnen. Und jetzt wo ich dabei bin, werde ich definitiv die nächsten drei Jahre auch für den VER auflaufen, und wenn gewünscht auch länger ;-)
Wie lautet Dein persönliches Zwischenfazit nach 15 Meisterschaftsspielen?
Zwischenfazit gibt es nicht, es gibt nur ein Spruch der mir immer wieder im Kopf auftaucht und er passt dazu: Am Arsch ist die Ente fett!!! Das bedeutet für mich so viel wie: Am Ende der Saison wird abgerechnet! Und nicht nach einem Viertel der Saison! Wir sind auf nem gutem Weg und das sieht man, und der Rest ergibt sich...
Deine Statistiken in Rostock bestätigten Dich als sehr offensiven, torgefährlichen
Verteidiger. Wie würdest Du Dich selbst als Typ und Deine Spielweise beschreiben?

Ich werde mich nie selbst einschätzen, da ich viel zu selbstkritisch bin! Ich versuche mit guter Leistung und 100%igem Einsatz zu überzeugen und dann können und sollen sich andere ein Bild davon machen!
Aufgrund Personalmangel mußtest Du zuletzt im Sturm einspringen. War es eine große Umstellung für Dich und wie hast Du Dich gefühlt?
Nein, ich bin gelernter Stürmer und habe auch in Rostock schon sehr oft mit David zusammen gespielt! Es läuft gut, wir verstehen uns blind, die Mannschaft hat Erfolg, nur wir treffen leider zur Zeit selbst nicht! Gefühlt hab ich mich überragend dabei.
Gibt es Augenblicke in Deiner Eishockeykarriere, an die Du Dich besonders gerne erinnerst?
Na klar, meine drei Meistertitel im Nachwuchs, Meistertitel mit Rostock, als eines der größten Talente im Deutschen Eishockey gehandelt worden zu sein, aber naja nie was draus geamacht zu haben ist die Kehrseite der Medaille! Aber sonst blicke ich auf jede Saison mit Freude zurück, denn jede hat mich zu dem gemacht was ich jetzt bin. Egal ob spielerisch oder menschlich...

Tim Schneider
Tim Schneider

#24 Tim Schneider

Position: Verteidiger
Schießt: links
geboren am 21.11.1985 in Selb
Familienstatus: ledig
Größe: 196 cm
Gewicht: 98 kg
Augenfarbe: braun

Gab es Gründe, warum Du Verteidiger geworden bist… und nicht Torhüter wie Dein Vater Roland?
Für mich stand von Anfang an fest, dass ich lieber Feldspieler sein möchte. Torhüter sind schon ganz „spezielle“ Typen, dazu gehöre ich nicht :-)

Nach Gastspielen in Regensburg und Wolfsburg bist Du wieder nach Selb zurückgekehrt. Warum?
Ich bekam hier die Möglichkeit geboten, nicht nur Eishockey zu spielen, sondern parallel ein Studium in Hof und eine Berufsausbildung bei der GEALAN Formteile GmbH in Oberkotzau zu beginnen. Außerdem spiele ich gerne in meiner Heimatstadt Selb. Da musste ich nicht lange überlegen...

Wie beurteilst Du bislang das aktuelle Abschneiden des VER Selb in der Oberliga Süd?
Wir hatten einen guten Start in die aktuelle Saison. Das letzte Wochenende verlief jedoch sehr enttäuschend für uns. Solche Tiefpunkte gehören im Sport leider dazu, es gibt Tage, an denen überhaupt nichts funktioniert. Für das Spiel in Regensburg gibt es keine Entschuldigung, so dürfen wir uns nicht präsentieren. Es ist verständlich, dass nach diesem
Spiel viele unserer Fans sehr enttäuscht von uns waren; aber auch wir selbst waren enttäuscht von uns. Gegen Passau wollten wir den Zuschauern zeigen, dass wir eine solche Niederlage nicht auf uns sitzen lassen wollen und haben eigentlich gut gespielt. Jedoch konnten wir einfach unsere zahlreichen Chancen nicht in Tore umwandeln. Durch
Kampf und Entschlossenheit müssen wir in den nächsten Spielen das nötige Quäntchen Glück zurückgewinnen und dann werden auch wieder Punkte und Siege folgen, da bin ich mir sicher...

Das Verletzungspech hat auch bei Dir wieder zugeschlagen. Wie geht es Dir? Bist Du komplett schmerzfrei?
Ich wollte nicht schon wieder so lange ausfallen wie zu Beginn der letzten Saison. Der Bruch in meiner Hand ist zwar erst in 2-3 Wochen wieder komplett verheilt, aber durch eine spezielle Schiene und die gute Arbeit unseres Ärzteteams ist es möglich, „relativ“ schmerzfrei zu spielen :)

Böse 1:8 Klatsche in Regensburg. Wie hast Du dieses Spiel gesehen und was waren die entscheidenden Gründe für dieses Desaster?
Wie schon gesagt, für ein solches Spiel gibt es keine Entschuldigung. Man kann Spiele verlieren, aber nicht auf diese Art und Weise. An diesem Tag hat bei den Regensburgern alles geklappt, bei uns überhaupt nichts. Vielleicht hat uns einfach etwas die Kraft gefehlt, da wir die ersten Wochen immer dezimiert spielen und trainieren mussten. Für die
mitgereisten Fans tut es mir leid. Es gilt jetzt, nicht den Kopf hängen zu lassen, sondern die Ärmel hochzukrempeln und nach vorne zu schauen...

Wenn Du drei Wünsche frei hättest, wie würden diese lauten?
• Gesundheit • Erfolg in Sport und Beruf • und.........einen Lamborghini ;-)

Timo Roos

#77 Timo Roos

Verteidiger
*11.04.1992
181 cm - 98 kg

Christopher Schadewaldt

#84 Christopher Schadewaldt

Verteidiger
Schießt: links
geboren am 15.12.1984 Werneck
Familienstatus: verlobt
Größe: 182 cm
Gewicht: 86 kg
Augenfarbe: grün
Hobby's: Golf, Fußball, Tauchen

Was waren die Gründe vor der Saison Deinen Vertrag um sensationelle 3 Jahre beim VER Selb zu verlängern?
Naja wie gesagt, uns gefällt es hier einfach und ich glaube, dass man hier einiges aufbauen und erreichen kann.Außerdem habe ich ja auch interne Dinge zu tun und spreche mich viel mit Thomas Manzei ab.
Diese Saison lief es ausgesprochen gut für den VER und für Dich - Du führtest die Verteidigerwertung seit Wochen an. Was macht Dich so stark? Gibt es ein Erfolgserlebnis für Deine konstanten Leistungen?
Naja, ich versuche halt jedes Spiel zu gewinnen. Ich spiele in der besten Reihe der Liga, die 3 besten Stürmer und Scorern der Liga und mit dem Yann Jeschke der mir den Rücken freihält und jetzt auch noch des scoren anfängt.
Du hast Dir mit Deiner Frau in Kothigenbibersbach bei Thiersheim ein Haus gekauft. Könntest Du Dir vorstellen, Deine Karriere irgendwann einmal sogar in Selb ausklingen zu lassen? Gibt es schon konkrete Planungen Deinerseits für ein Leben nach der aktiven Karriere?
Ja wir haben uns hier ein Haus gekauft. Naja konkrete Planungen nicht, aber ein paar Vorstellungen habe ich schon, außerdem gibt es hier ja sehr viele Möglichkeiten im Berufsleben Fuß zu fassen. Und vorstellen kann ich es mir auch hier meine Karriere ausklingen zu lassen.
Wie lautet Dein Fazit für die abgelaufene Meisterschaftsrunde?
Wir haben denke ich eine gute Saison gespielt, doch leider meiner Meinung nach mindestens 15 Punkte verschenkt durch unnötige Niederlagen etc.
Defensivarbeit und VER Selb - zwei Gegensätze. Wo liegen aus Deiner Sicht die Gründe für die vielen Gegentore?
Alleine die Verteidigung kann ja nicht schuld sein... Naja wir (Verteidiger) haben uns schon daran gewohnt, dass wir immer schuld sind bzw zu schlecht sind.Ich denke es war vor der
Saison schon klar, dass wir eine sehr offensiv ausgerichtete Mannschaft sind.
Wie man hört, warst Du maßgeblich beteiligt, Herbert Geisberger nach Selb zu lotsen – umgekehrt wollte er Dich in den Norden vermitteln. Was waren Deine Argument Herbert für den VER zu überzeugen?
Ja dass kann man wohl sagen. Naja, dass hier halt einfach alles passt. Das man hier was erreichen kann, man spielt nicht vor leeren Rängen sondern hat super Zuschauer. Was der Vorstand sagt wird eingehalten, wenn man irgendwelche Probleme hat, wird versucht zu helfen und natürlich dass das Gehalt immer pünktlich kommt und nicht hoffen und warten muss das noch Geld da ist zum Zahlen der Gehälter.
Was viele nicht wissen. Materialwart Heinz Petschky wird von Dir in seiner Aufgabe tatkräftig unterstützt. Wie läuft das ab?
Mich interessiert der Bereich Ausrüstung einfach. Im Winter macht fast alles der Heinz, und der hat eine Wahnsinns Ahnung in diesem Bereich, außerdem weiß er alles was und wieviel Ausrüstung von Schuhbandel bis Schläger, was und wieviel noch vorhanden ist und dass ist unglaublich, das kann mir bestimmt auch jeder bestätigen der seinen Raum kennt. Ich mache dann meist im Sommer Sachen wie Ausrüstungsverträge einholen Gespräche führen und halt in diesem Bereich unsere Vorstände zu entlasten.
Beim Shakehand nach Spielende übergibst Du regelmäßig einen Zettel an den Schiri. Geheime Botschaften an die Unparteiischen oder was hat es mit diesen Zetteln auf sich?
Es ist einfach so, dass die Schiedsrichter es manchmal schwer haben es zu sehen wer die Vorlagen bei den Toren gemacht hat, deswegen schreiben wir auf dem Zettel noch mal richtig jedes Tor und deren Vorlagen drauf und geben es am Ende des Spiels dem Schiedsrichter, dass er es korrigiert.

Stürmer

Kyle Piwowarczyk

#6 Kyle Piwowarczyk

Stürmer
Schießt: links
geboren am 14.08.1983 in London, Ontario, Canada
Größe: 179 cm
Gewicht: 81 kg
Augenfarbe: blau

Piwowarczyk klingt nicht typisch kanadisch oder?
(kurze Erklärung, woher der Name herkommt bzw. was er bedeutet – falls bekannt)
Piwowarczyk ist polnisch und bedeutet Bier-Brauer.
Du trägst die Rückennummer 6. Rein zufällig oder gibt es einen konkreten Grund für diese Nummer?
Die Nummer 6 trage ich beim Baseball und deshalb auch beim Eishockey.

David Hördler

#7 David Hördler

Stürmer 
Schießt: zu wenig aufs Tor
geboren am 06.12.1979 in Bad Muskau
Familienstatus: ledig - 1 Kind
Größe: 173 cm
Gewicht: 79 kg
Augenfarbe: blau

Was waren für Dich vor der Serie die entscheidenden Gründe, wie in die Heimat nach Selb zu wechseln?
Dadurch dass die Südliga ausgeglichener ist und sich abzeichnete, dass man in Selb diese Saison eine vielversprechende Mannschaft zusammen stellen würde, war es für mich relativ schnell klar nach Selb zu kommen. Außerdem bin ich dadurch wieder näher bei meiner Familie.
Nach 6 Jahren Rostock und Abstecher Dortmund nun in der Oberliga Süd. Im Vergleich: Welche Liga ist stärker und worin liegen Deiner Ansicht nach die größten Unterschiede?
Schwer zu sagen, da jede Saison die Ligen unterschiedlich gestaltet waren. Die stärksten Ligen waren immer die eingleisigen, sowohl mit Rostock vor 4 Jahren, als auch mit Dortmund vor 2 Jahren. Der größte momentane Unterschied ist wie schon gesagt die Ausgeglichenheit der Südliga. Eishockey hat in der Familie Hördler Tradition. Dein Vater Jochen war ein begnadeter Verteidiger, Bruder Frank ebenfalls als Verteidiger im Rampenlicht bei Berlin und in der Nationalmannschaft.
Wie kam es, dass Du Dich für die Position „Stürmer“ entschieden hast?
Als Verteidiger war ich zu klein und zu schmächtig *grins*
David Hördler wird als spielerisch und laufstarker Stürmer mit einem unbändigem Laufpensum auch nach hinten beschrieben. Wo liegen Deiner Ansicht nach Deine Stärken und Schwächen?
Das müssen andere beurteilen. Ich probiere immer den Job, der mir zugetragen wird zu erfüllen. Manchmal gelingt das, manchmal eben nicht so...
Du hast dem Selber Nachwuchs durchlaufen. Welcher Trainer prägte Dich in dieser Zeit am meisten?
Man kann nicht sagen, dass es jemand ganz bestimmtes war, der mich am meisten geprägt hat in meinem Eishockeyspiel. Aber viel gelernt habe ich durch das Abgucken bei der ersten Mannschaft, also von Spielern wie Ihnacak, Ahne, mein Vadder und die „Eins-gegen-Eins-Battles“ gegen meinen Bruder im Garten.
Der VER legte zuletzt eine tolle Siegesserie hin. Was traust Du dem Team am Ende der Serie zu?
Wenn wir unsere Defensivarbeit weiter verbessern, ist meiner Meinung nach das Erreichen der 2.Play-Off-Runde realistisch!
Mit 32 Jahren bist Du im besten Eishockeyalter. Welche Ziele hast Du persönlich als Eishockeyspieler noch, die Du erreichen möchtest?
Ich möchte unbedingt einmal die Play-Offs bis ins Finale ohne Verletzungen oder Krankheit durchspielen!
116:117 Tore – so die Torbilanz des VER nach 26 Spielen. Was sagst Du zu dieser Bilanz?
Vorne hui, hinten pfui.
Stehst Du in engen Kontakt mit Deinem Bruder Frank oder ist dies während eines Eishockeywinters nur schwer bis gar nicht möglich?
Wir hören und sehen uns regelmäßig.

Dennis Schiener
Dennis Schiener

#9 Dennis Schiener

Position: Stürmer 
Schießt: links
geboren am 01.02.1991 in Selb
Familienstatus: ledig
Größe: 183 cm
Gewicht: 85 kg
Augenfarbe: braun

Wer hat Dich als Kind zum Eishockeysport gebracht?
Mein Vater und Karl-Heinz Guggemos.

An welches Erlebnis im Nachwuchsbereich erinnerst Du Dich noch heute gerne?
An die Aufstiege von der Landesliga in die Bayernliga.

Vor der letzten Saison hattest Du angeblich „Abwanderungsgedanken“.
Warum bist Du in Selb geblieben?

Weil ich hier gute Chancen sehe und spielen möchte. Außerdem fühle ich mich hier sehr wohl!

Weg von der tschechischen zur kanadischen Spielweise. Wo liegen Deiner Ansicht nach die
größten Unterschiede?

Ich würde sagen, die Härte und das ganze Spiel. Natürlich die Technik und die Spielgeschwindigkeit ist auch der große Unterschied.

Das große Plus in diesem Jahr ist die positive Grundstimmung in der Kabine. Wie muss man
sich dies als Außenstehender vorstellen?

Es ist im Prinzip dasselbe wie in einer Fußballmannschaft: Jeder kommt mit den anderen gut zurecht und so ist die Stimmung perfekt.

Licht und Schatten: Den starken Spielen zuhause, folgten auch durchwachsene Auftritte in der Fremde. Was muss erfolgen, dass der VER konstanter spielen wird?
Das Tempo stets hochhalten und ohne Gedanken zu spielen. So bleibt man ruhig und der Erfolg kommt dann von ganz alleine.

Als Stürmer hat man sicherlich Vorbilder. Wer ist es bei Dir und warum genau jener Spieler?
Natürlich habe ich Vorbilder. Einer der beiden ist Milan Lucic, er fasziniert mich durch seine Schnelligkeit und die harte Spielweise. Der andere Spieler ist Alexander Fischer, der Kerl hat super Hände.

Viele Fans trauen dem VER einen Platz unter den Top 4 zu. Wie ist Deine Einschätzung?

Wir haben eine gute Mannschaft und wenn wir das machen, was wir können, kommen wir weit!

Hannes Siegeris

#10 Hannes Siegeris

Stürmer 
*15.01.1984
184 cm - 86 kg

Jared Mudryk

#11 Jared Mudryk

Stürmer 
Schießt: rechts
geboren am 27.08.1983 in Leduc, Alberta, Kanada
Famlienstatus: Frendin
Größe: 167 cm
Gewich: 78 kg
Augenfarbe: grün

Seit 2008 warst Du zusammen mit Braydon Cox eines der gefährlichsten Sturmduos der
Oberliga. Was war Euer Erfolg? Fehlt Dir Braydon?

Wir haben gut zusammen gespielt, weil wir beide ähnliche Spielertypen sind, wir denken und spielen
das Spiel auf die gleiche Art und Weise. Sicher vermisse ich Braydon Cox, weil wir auch abseits des
Eises sehr gute Freunde sind.

Im letzten Jahr mit Klostersee Vizemeister. Du hattest auch Angebote aus der 2. Bundesliga.
Warum der Wechsel nach Selb?

Als ich vergangene Saison mit Klostersee in Selb gespielt habe, hat es mir dort immer sehr viel Spass
gemacht. Die Atmosphäre im Stadion ist super. Ausserdem denke ich, dass in dieser Mannschaft
einiges an Potenzial steckt.

Zu Beginn spieltest Du mit Kyle Piwowarczyk in einer Reihe, nun seid ihr getrennt?
Wie ist Deine Meinung dazu, funktioniert es nun besser?

Meiner Meinung nach haben wir einige gute Stürmer in der Mannschaft und es ist noch früh in der
Saison, so dass wir unterschiedliche Varianten ausprobieren.

Auf und Ab´s im bisherigen Saisonverlauf. Wo liegen Deiner Meinung die Gründe dafür?
Ich denke, das ist Sport - wir sollten aus Fehlern in den vergangenen Spielen lernen und es ist auch
eine Erfahrung mit unterschiedlichen Situationen umzugehen. Ich hoffe, dass uns die nicht so guten
Phasen der Saison am Ende hilfreich sein werden und uns stärker machen für die Playoffs.

Die Erwartungshaltung der Fans an das Team ist sehr hoch. Was ist Deiner Meinung nach
in dieser Saison sportlich möglich?

Natürlich ist ein Playoff Platz möglich, alle Mannschaften liegen diese Saison sehr eng zusammen.
Wenn die Mannschaft bis zum Ende der Saison ihr gesamtes Potenzial ausspielen kann und wir in
den Playoffs unser Bestes geben, können wir sehr weit kommen.

Im letzten Winter hast Du satte 100 Scorerpunkte gesammelt. Eine Steigerung möglich bzw. was ist Dein persönliches Scorerziel?
Ich habe mir kein persönliches Scoring-Ziel gesezt. Ich versuche mein bestes Eishockey zu spielen und
die Mannschaft dabei zu unterstützen, ihre Ziele zu erreichen.

Sebastian Setzer

#13 Sebastian Setzer

Stürmer
*24.03.1983
190 cm - 95 kg

Achim Moosberger

#15 Achim Moosberger

Stürmer
Schießt: links
* 16.02.1992 in Filderstadt
Größe: 177 cm
Gewicht: 82 kg

Tom Pauker

#19 Tom Pauker

Stürmer 
*15.06.1994
184 cm - 86 kg

Herbert Geisberger

#23 Herbert Geisberger

Stürmer 
Schießt: rechts
geboren am 10.01.1985 in Bad Aibling
Familienstatus: verheiratet, eine Tochter
Größe: 178 cm
Gewicht: 85 kg
Augenfarbe: blau

Von den „Stechmücken Moskitos Essen“ zum Selber Wolf mutiert. Du bist seit Anfang Mai in Selb. Wie hast Du Dich mit Deiner Familie eingelebt und was macht den VER anders als andere Vereine? Was gefällt Dir hier besonders?
Wir fühlen uns hier sehr wohl. Der VER ist ein Verein, der in der ganzen Region bekannt ist und ein grosses Einzugsgebiet an Zuschauern hat. Ich finde gut, dass im Gegensatz zu anderen Clubs längerfristig mit Spielern geplant wird und dass es den Jungs ermöglicht wird, Sport und Beruf miteinander zu verbinden. Besonders gefällt mir hier Alexander Fischer, er hat Charme und Humor.
Der VER und das Verletzungspech. Auch Du warst wochenlang „außer Gefecht“. Wie geht es Dir und spielt bei solch einer Verletzung dann immer fortan die Angst mit?
Es geht mir gut und ich habe keine Angst vor Verletzungen.
Konstanz ist ein Fremdwort für den bisherigen Saisonverlauf des VER. Wo liegen Deiner Meinung die Gründe dafür?
Wir sind noch nicht gut genug und haben noch keine richtige Siegermentalität entwickelt, beides müssen wir uns hart erarbeiten. Natürlich werfen uns die ständigen Verletzungen immer wieder nach hinten, dadurch kann nicht konstant intensiv trainiert werden, wodurch man sich als Mannschaft auch nur schwer verbessern kann.
Du trägst aktuell wie u.a. David Hördler Bart. Was hat es genau auf sich damit?
Der Schnauzer, Schnubi, Pornobalken oder die Popelbremse ist der männlichste aller Bärte. Grosse Männer wie Tom Selleck, Hulk Hogan, Captain Hook, Kaiser Willhelm II, Ghandi oder Stevie Wonder haben ihn in allen seinen Formen und Facetten getragen und geprägt. Auch ich trage ihn mit Stolz. Frauen lieben ihn – meine leider nicht. Ich geniesse die neidischen Blicke unserer jungen Spieler, wie Dennis Schiener oder Tim Schneider, die mit fehlendem Bartwuchs gestraft wurden. Der „Movember“ ist ja mittlerweile im Eishockey auch in Deutschland bekannt, daher kommt´s. Aber eigentlich ist das für mich nur ein Vorwand, um die haarige Pracht vor meiner Frau zu rechtfertigen.
Herbert Geisberger hat 3 Wünsche frei. Wie würden diese lauten?
Benzin billiger, Eishockeyspieler teurer und ich würde gerne richtig gut Gitarre und Klavier spielen können.

Fabian Bauer
Fabian Bauer

#27 Fabian Bauer

Stürmer 
Schießt: links
geboren am 26.02.1991 in Selb
Familienstatus: ledig - Freundin
Größe: 165 cm
Gewicht: 75 kg
Augenfarbe: bla-braun
Hobby's: Fussball, Schwimmen, Volleyball

Wie kam es überhaupt dazu, dass Du zum Eishockey gekommen bist, wie hat alles angefangen?
Das erste Mal auf dem Eis stand ich im Winter 1994. Meine Eltern nahmen mich mit zum Training meines Bruders. Von da an verpasste ich natürlich keine einzige Einheit. :) Am Anfang durfte ich nur Schlittschuh laufen, aber als ich die Anderen schon mit Schläger und Scheibe spielen sah, wollte ich auch immer den Schläger in der Hand halten. Es war also ziemlich früh klar, dass Eishockey meine Sportart sein wird.
Seit dieser Serie gehörst Du dem Kader der Ersten offiziell an. Der Traum eines jeden Nachwuchscrack ist damit in Erfüllung gegangen. Was ist das für ein Gefühl?
Als Mannschaftssportler ist es immer gut, wenn man sowohl vom Trainer als auch von den Mitspielern das Vertrauen bekommt, das man braucht um in höheren Ligen als junger Spieler Fuß fassen zu können. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man dazu gehört und Eiszeiten bekommt. Die Verantwortung ist zwar hoch und man will Fehler tunlichst vermeiden, aber es ist gut zu wissen, dass wir ein Team sind und immer noch 5 Mitspieler inklusive Torwart auf dem Eis arbeiten und Fehler wieder gut machen können. Das Vertrauen ist da, das ist wichtig für einen jungen, unerfahrenen Spieler.
Du hast alle Nachwuchsabteilungen des Selber Eishockeys durchlaufen. Welchem Trainer hast du dabei am meisten zu verdanken?
Natürlich hat jeder Trainer, den ich in meiner Nachwuchszeit hatte, seinen Teil dazu beigetragen, dass ich heute zum Kader der 1. Mannschaft gehöre. Nennen möchte ich natürlich die Trainer Ede Roos und Jaroslav Peska, die mir die schlittschuhläuferischen Fähigkeiten und die Grundkenntnisse des Spiels mit auf den Weg gaben. Bernd Setzer zog mich relativ früh in die Juniorenabteilung hoch, in der man immer den Kopf oben haben und schneller handeln muss, was sich natürlich auch fördernd auf meine Spielweise auswirkte. Zuletzt ist Dieter Fritsch zu nennen, mit dem wir im Nachwuchs immer erfolgreich waren.
Zurückblickend. Gibt es für Dich ein Erlebnis, an welches Du Dich immer wieder gerne spontan zurückerinnerst?
Vielleicht an meinen ersten Einsatz in einem Pflichtspiel im Herrenbereich in der Bayernligasaison 2008/2009 in Nürnberg, als ich zu zwei Toren von Bartels beigeholfen habe. Zudem noch an einige wichtige Nachwuchstore wie beispielsweise das 2:1-Siegtor in Ingolstadt, das unserer Schülermannschaft damals den ersehnten Bayernligaaufstieg brachte.
Eishockey ist ein harter Sport. Du bist nicht gerade groß gewachsen. Ein Nachteil?
Es gibt überall im Leben Vor- und Nachteile. Das kann man sich nicht aussuchen und ich würde auch nicht größer sein wollen. Manche Gegner unterschätzen einen aufgrund der Größe, also nicht unbedingt ein Nachteil. Andererseits ist es immer schwerer, wenn man kleiner ist als alle anderen. In dieser Hinsicht vielleicht ein kleiner Nachteil.
Heuer hast Du bereits 2 Tore und 3 Vorlagen auf Deinem Konto. Was ging Dir durch den Kopf, als Du gegen Peiting auf und davon auf den Torhüter zugelaufen bist?
Ehrlich gesagt weiß ich das selbst nicht mehr so genau. Wir waren in dieser Situation drei Stürmer gegen einen verteidigenden Peitinger. Ich wollte zuerst den Pass am langen Pfosten spielen, aber der Verteidiger legte sich in die Passbahn und der Torhüter spekulierte auf die lange Ecke. Somit war die kurze Ecke offen und die Scheibe kurze Zeit später zur Überraschung aller drin.
Nächste Woche wirst Du 21 Jahre jung. Wie sehen Deine Ziele (sportlich) für die Zukunft aus?
Hier möchte ich nicht so weit in die Zukunft blicken, weil meistens sowieso alles anders kommt. In dieser Saison möchte ich in den Play-Offs auf jeden Fall die erste Runde überstehen, danach ist alles möglich. Auch möchte ich mit unserer 1b-Mannschaft den Klassenerhalt erreichen. Der Weg bis dahin ist weit genug. Was die nächsten Jahre anbelangt, muss man abwarten. Durch meine Ausbildung in Hof bin ich zeitlich sehr
eingebunden. Aber zuerst möchte ich in diesem Winter so lange wie möglich auf dem Eis stehen.

Peter Hendrikson

#47 Peter Hendrikson

Stürmer 
Schießt: links
geboren am 01.04.1983 in Karaganda /Kasachstan
Familienstatus: ledig
Größe: 180 cm
Gewicht: 85 kg
Augenfarbe: braun
Hobby's: Golf, Lesen

Seit der Saison 2006/2007 beim VER Selb unter Vertrag. Was macht den Reiz aus, in Selb zu spielen?
Der VER ist ein solide geführter Verein mit großer Tradition und bei den Heimspielen herrscht meistens gute Stimmung.
Wo hast Du Deine Karriere in Deutschland begonnen?
Das Eishockeyspielen habe ich mit 9 bei meinem „Heimatverein“, damals noch dem Herforder EG, angefangen. Mit 16 bin ich dann nach Weiden ins TLZ (Training und Leistungszentrum) gewechselt, über welches ich dann den Sprung in die erste Mannschaft geschafft habe.
Du bist in Kasachstan geboren und sprichst fließend russisch. Hast Du noch Verwandte dort?
Ja, die Familie väterlicherseits, zwei Onkel und eine Tante.
Peter Hendrikson und die (unnötigen) Strafzeiten. Bist Du ein unfairer Spieler oder woran liegt´s, dass Du gerne (in der Vergangenheit) die Strafbank drücken musstest?
Das hat mehrere Gründe. Zum einen hatte ich in der Vergangenheit eine andere Rolle, in der ich für die zwei Martins arbeiten musste. Somit habe ich praktisch deren Strafzeiten mit „kassiert“. Zum anderen ist es so, dass wenn du schon mal weiter oben in der Strafzeitenstatistik stehst, die Schiedsrichter ein besonderes Auge auf Dich werfen!
Du bist in der Firma des 2. Vorsitzenden Thomas Manzei beschäftigt. Wie kann man Sport und Beruf da trennen?
Da gibt es keine Probleme, wir sind professionell genug um die zwei Sachen zu trennen.
Der Kampf um Platz 4 ist im vollen Gang. Warum bist Du davon überzeugt, dass der VER Platz 4 auf jeden Fall schafft?
Weil wir einfach die Qualität in der Mannschaft haben, um den vierten Platz zu halten, bzw. sogar weiter nach oben in der Tabelle zu klettern!
Play-Offs – das Saison-Highlight für alle. Was ist sportlich möglich und gibt es für Dich einen Lieblingsgegner?
Lieblingsgegner habe ich dieser Saison keine. In den Play-Offs ist, wie man bekanntlich weiß, alles möglich, siehe beispielsweise Klostersee letztes Jahr.
Heute 8. Spiel gegen Regensburg. Wie geht man als Spieler in ein achtes Derby gegen den gleichen Gegner?
Für mich persönlich ist es eigentlich ein Spiel wie jedes andere auch, wo wir versuchen werden 3 Punkte zu holen.
Was wünscht Du Dir persönlich und für den VER Selb?
Persönlich wünsche ich mir weniger Verletzungen und für den VER, dass sich die Wölfe in den nächsten Jahren als ein Top-Team in der Oberliga etablieren.

Ricco Warkus
Ricco Warkus

#66 Ricco Warkus

Stürmer 
Schießt: links
geboren am 26.03.1993 in Selb
Familienstatus: ledig
Größe: 174 cm
Gewicht: 74 kg
Augenfarbe: blau

Wie fühlt man sich als Nachwuchscrack endlich in der “Ersten” spielen zu dürfen?
Dieses Hochgefühl kann man schlecht beschreiben. Man sieht als kleiner Junge die erste Mannschaft spielen und träumt während der ganzen Nachwuchszeit davon, auch mal dort auf dem Eis stehen zu dürfen. Als am 12.12.2010 Bernd Setzer vor der Jugendkabine stand und mich gefragt hat, ob ich als 15ter Mann mit der „Ersten“ nach Füssen fahren will, ging für mich ein Kindheitstraum in Erfüllung! Für mich war die Antwort klar... Auf nach Füssen!

Eishockey in der Familie Warkus steht hoch im Kurs. Werden zuhause die Spiele mit Papa Peter analysiert?

Das übernimmt meine Schwester... :-) Nein. Es kommt zwar das ein oder andere schon zur Sprache, aber Papa weiß aus eigener Erfahrung, dass zwischen dem, was ein Trainer fordert und dem, was ein Vater sehen möchte oft Welten liegen. Es ist mir dienlicher, wenn ich mich ohne Gewissenskonflikte an die Vorgaben meines Trainers halten kann und ich weiß meist selbst, was ich falsch gemacht habe. Du hast alle Nachwuchsabteilungen des ERC/VER durchlaufen.

Was waren Deine schönsten Momente in dieser Zeit?
Eigentlich war´s immer schön - gewonnene Laufwettbewerbe bei den Kleinen, viele spannende Spiele mit siegreichem Ausgang - aber auch bittere Niederlagen. Mit den Junioren konnte ich sogar die zwei Aufstiege von der Bezirks- in die Bayernliga
mitmachen. Das i-Tüpfelchen hat dann Cory Holden gesetzt, der mich für den Kader der 1. Mannschaft nominiert hat.

Welchem Trainer hast Du Deiner Ansicht nach am meisten zu verdanken (und warum)?
Geprägt haben mich bisher 4 Trainer. Sehr viel verdanke ich natürlich meinem Papa, der immer bemüht war, mir/uns viel Eiszeiten zukommen zu lassen. Er hat mir/uns die läuferischen und stocktechnischen Fähigkeiten beigebracht.
Im Bereich Taktik und Spielverständnis haben mich Sergej Waßmiller und Bernd Setzer geprägt. Hinzu kommt jetzt noch Cory, der auch die Juniorenmannschaft trainiert und uns dort bereits die Taktik der ersten Mannschaft beibringt.

Welche persönlichen Ziele verfolgst Du beim VER Selb und wo meinst Du, wird der VER am Ende der Saison stehen?
Ich will auf jeden Fall mit den Junioren einen oberen Tabellenplatz in der Bayernliga erreichen. Der 1b will ich in der Landesliga helfen, aus dem Tief zu kommen und bei der „Ersten“ will ich gute Einsätze zeigen. Am Ende der Saison werden wir auf jeden Fall in den Play-Off‘s stehen.

Selbstkritisch betrachtet: Wo liegen Deine Stärken, was musst Du noch an dir verbessern?
Die Stärken liegen in meiner Wendigkeit, der Übersicht, dem Passspiel sowie im lauf- und stocktechnischen Bereich. Arbeiten muss ich an meinem Zweikampfverhalten und an meiner Schusstechnik.

Welche Meldung möchtest Du gerne im Selber Tagblatt über Dich und dem Eishockey lesen?
Warkus bringt den VER mit guter mannschaftsdienlicher Leistung auf die Siegerstraße!

Alexander Fischer

#86 Alexander Fischer

Position: Stürmer
Schießt: links
geboren am 26.08.1986 in Selb
Familienstatus: ledig
Größe: 176 cm
Gewicht: 86 kg
Augenfarbe: blau

 

Was war Dein schönstes Erlebnis beim Eishockey?
Da kommen eigentlich jedes Jahr neue Erlebnisse dazu und es gibt zu viele, um nur eines nennen zu können. Die Stadtderbys gegen Erkersreuth, 1.000 Selber Fans in der Arena in Nürnberg, eine TV LiveÜbertragung, die vielen Derbys gegen Weiden, Bayreuth und Regensburg mit prallgefüllten Hallen oder über mehrere Jahre in einer Verteidigungsreihe mit Marc Thumm gespielt zu haben, sind nur einige davon. Und ich hoffe, es werden noch viele weitere folgen.

Wie alt warst Du, als Du mit dem Eishockeyspielen begonnen hast?

Daran kann ich mich gar nicht mehr genau erinnern, aber ich dürfte ca. 5-6 Jahre alt gewesen sein.

Welchem Trainer hast Du am meisten zu verdanken?

Jeder meiner Trainer hat einen Teil dazu beigetragen, mich zu dem Spieler zu machen, der ich jetzt bin.

Stürmer oder Verteidiger? Wo fühlst Du Dich persönlich wohler?
Das kommt immer auf den Gegner an…

Gibt es ein besonderes Ritual für Dich vor jedem Spiel?
Ein Ritual ist es nicht unbedingt, aber ich spiel mit den Jungs zum Aufwärmen eine Runde Two-Touch.

Wenn Du einen Wunsch frei hättest:
Mit welchem Spieler würdest Du gerne in einer Reihe spielen und warum?

Manfred Ahne! Als kleiner Junge im Stadion hat es mir immer viel Spaß gemacht, ihn spielen zu sehen.

In einem Satz: Warum ist es geil, für den VER zu spielen?
Ich nehme an, es ist gerade ein Heimspiel, also schaut euch einfach nur mal kurz um!

Was ist für den VER Selb in dieser Serie möglich?

Wie Herbert Geisberger am Eisteufel Sommerfest so schön sagte: „Wenn alles gut läuft, dann können wir unter die ersten 4 kommen! Und wenn nicht, dann sind wir halt a bisserl dahinter…“ Nein im Ernst: Ich denke, wir haben uns dieses Jahr als Mannschaft weiterentwickelt und können uns in der Liga als feste Größe etablieren.

Dennis Thielsch

#91 Dennis Thielsch

Stürmer 
Schießt: links
geboren am 27.11.1986 in Rüdersdorf/Berlin
Familienstatus: ledig
Größe: 176 cm
Gewicht: 76 kg
Augenfarbe: blau
Hobby's: Inlinehockey, Fußball

Dennis, seit 2007 beim VER Selb unter Vertrag. Wie gefällt es Dir als „Großstadtmensch“ im beschaulichen Oberfranken? Was ist beim VER anders als bei anderen Clubs?
Mir gefällt es sehr gut in Selb, ansonsten hätte ich ja nicht immer wieder meinen Vertrag verlängert. Es macht einfach Spaß in einem Verein zu spielen, der so familiär geführt wird wie der VER. Ich glaube nicht, dass es viele andere Vereine gibt, über die man das sagen kann. Dazu kommen noch die Fan`s, ob bei Heim- oder Auswärtsspielen, die pushen das Team ungemein nach vorne und da darf und soll nach schlechten Leistungen der Mannschaft auch mal gepfiffen werden, obwohl dem Team und mir der euphorische Jubel nach Siegen lieber ist – im Großen und Ganzen sind die Fans Weltklasse, großen Respekt und Dank dafür an die Fan-Meute.
Wie bist Du überhaupt zum Eishockey gekommen und warum ausgerechnet dieser Sport?
Also, da mein Papa früher schon Eishockey gespielt hat und mein älterer Bruder dann auch, war es nicht anders zu erwarten, dass mich irgendwann das gleiche Schicksal trifft – „der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“. Als mein Bruder dann regelmäßig zum Training gefahren wurde, bin ich ab und an mit, weil man mich nicht alleinlassen konnte und kein Babysitter mich unter Kontrolle bringen konnte. Da mir das Zuschauen aber auf die Dauer einfach zu langweilig wurde, hab ich es dann auch mal selbst versucht. Mit 4 Jahren habe ich dann richtig angefangen und immer noch Spaß daran, wie beim ersten Schritt.
Wie lautet Dein Fazit für die bisherige Spielzeit…und was ist aus Deiner Sicht sportlich noch möglich?
Wir liegen voll im Soll!!! Wir haben uns sicherlich schon unnötige Niederlagen abgeholt und Punkte liegen lassen, aber genauso schon einige Big Points wie z.B. in Bad Tölz eingefahren. Wir haben dieses Jahr wirklich großes Verletzungspech und es ist natürlich immer schwer, mehrere Spieler gleichzeitig zu kompensieren, geschweige denn in einen richtig guten Rhythmus zu kommen. Aber wenn wir weiter jedes Training hart arbeiten und unsere Fehler im Spiel minimieren, werden wir alle dieses Jahr noch viel spaß haben zusammen.
Lange Zeit verletzt, jetzt allmählich wieder in Form kommend. Wie ist das, wenn man zuschauen muss?
Es war meine erste größere Verletzung und einfach nur schlimm. Ich hatte mit derart schweren Verletzungen bisher keine Erfahrungen, insbesondere wie man dann am schnellsten wieder seinen Rhythmus findet und zurückkommt... das hat man teilweise leider auch auf dem Eis gesehen. Es hat bei den ersten Spielen irgendwie an jeder Ecke was gefehlt, ob beim Antritt, Kondition, Abschluss. Es war einfach kein Rhythmus da.
Und jeder, der mich kennt, weiß wozu ich fähig bin und vor allem, wie es mich am meisten selbst aufgeregt hat, dass es nicht läuft – da zermartert man sich schon mal den Kopf nach dem Spiel und fragt sich „What the f***, wer ist das auf dem Eis?“ Aber ich bin wieder auf dem richtigen Weg, was auch die letzten Spiele gezeigt haben – ich komme wieder in Tritt und das rechtzeitig zu den Play-Offs. Ich als Zuschauer... nicht schön, echt nicht schön. Am besten, Ihr bindet mich irgendwo fest – vielleicht hält es mich davon ab auf das Eis zu springen.
Die Stimmung im Team ist bestens. Gibt es spezielle Stimmungsmacher (positiver Art) oder ist es das Kollektiv?
Da kann ich wirklich nur zustimmen. Die Stimmung im Team ist echt spitze und es macht Spaß, jeden Tag in die Kabine zu kommen, um mit den Jungs zu trainieren. Obwohl ich sagen muss, dass die Stimmung bestimmt noch besser wäre, wenn wir mehr feinste ELEKTRONISCHE Musik, insbesondere aus der Muddastadt hören würden!!! Nach Klostersee und Regensburg endlich heute mit Füssen wieder mal einen anderen Gegner.
Du fällst ja leider aus nach Deiner Spieldauerdiziplinarstrafe! Was ist heute möglich und wie geht das Spiel Deiner Meinung nach aus?

Ganz einfach: Wir haben Heimspiel, wir geben den Ton an. Die Formel lautet: Aufs Eis gehen, 100% geben und die 3 Punkte bleiben im Wolfsbau. Tipp: 5:3 und ich mach den Fan-Block unsicher!