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9.9.2010 : 22:55 : +0200

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VER-Kleinschüler verpatzen den Start in die Meisterrunde

Lediglich 3. Platz beim Turnier in Schweinfurt

Lediglich 3. Platz beim Turnier in Schweinfurt

VER-Kleinschüler verpatzen den Start in die Meisterrunde

 

Unglückliche Niederlage gegen Weiden, souveräner Sieg gegen Hassfurt und Debakel gegen Schweinfurt. So lautet das Fazit der VER-Kleinschüler nach dem ersten Turnier in der Meisterrunde. Nach der Vorrunden-Meisterschaft fuhren die Cracks der VER-Kleinschüler zu ihrem ersten Endrundenturnier nach Schweinfurt. Mit gemischten Gefühlen stieg man in aller Herrgottsfrühe in den Bus, warteten doch mit Schweinfurt und Hassfurt zwei Gegner auf den VER gegen die man in dieser Saison noch nicht gespielt hatte. Der dritte Konkurrent war mit dem EV Weiden ein alter Bekannter, mit dem man sich bereits in der Vorrunde spannende, hochklassige Duelle auf Augenhöhe lieferte. Das Trainerteam konnte dabei auf das komplette Team zurückgreifen konnte. Lediglich Lea Sonntag war zeitgleich mit den Kleinstschülern im Einsatz.

 

Im ersten Spiel spielten die Kufenflitzer des VER Selb gegen das Kleinschülerteam des EV Weiden. Wie bereits während der ganzen Saison lieferten sich beide Teams ein rassiges Duell auf Augenhöhe. Das Spiel wog hin und her, es gab Chancen auf beiden Seiten. Es dauerte allerdings bis zur 16. Minute ehe Weiden mit 1:0 in Führung ging. Für den ersten Wölfetreffer in der Meisterrunde sorgte dann in der 22. Minute Paul Wolf, der ein Zuspiel von Tobi Gross mit einem fulminanten Schuss zum Ausgleich verwertete. Die Freude der Wölfe über den Ausgleich hielt nicht lange an. Bereits 3 Minuten später konnte Weiden das 2:1 erzielen, was leider auch gleichzeitig den Endstand bedeutete. In den letzten Minuten war das Glück nicht gerade auf der Selber Seite. Trotz etlicher Chancen wollte der Puck einfach nicht über die Torlinie rutschen. Insgesamt sahen die Zuschauer ein interessantes Spiel, bei dem jede der Mannschaften als Sieger vom Eis hätte gehen können.

 

Im zweiten Spiel gegen den ESV Hassfurt konnte das Team an die starke Leistung des ersten Spiels anknüpfen. Mit guter kämpferischer Einstellung fanden die Wölfe im Spiel schnell den spielerischen Faden und waren den „Hawks“ von Beginn an überlegen. Bereits in der 1. Minute verwertete Lukas Klughardt ein schönes Zuspiel von Mauriz Silbermann zur 1:0 Führung. In der gleichen Minute gelang Hassfurt zwar der Ausgleich, doch noch in der gleichen Minute schoss erneut Lukas Klughardt die Wölfe in Front, nachdem er mustergültig von Max Hirschberger bedient wurde. Der fulminante Start war noch nicht zu Ende. Zunächst erzielte Raphael Schmidt auf Pass von Vitali Neprin das 3:1 in der 3. Minute, jedoch mussten die Wölfe in der gleichen Minute den 3:2-Anschlusstreffer hinnehmen. In der Folgezeit waren die Selber klar überlegen. In der 13. Minute ernteten sie mit dem 4:2 die Früchte ihrer Angriffsbemühungen. Max Hirschberger hieß der Torschütze, Mauriz Silbermann der Vorlagengeber. Unmittelbar danach sorgte Paul Wolf für die komfortable 5:2-Führung. Lukas Klughardt auf Zuspiel von Max Kreuzer, Max Kreuzer auf Vorlage von Max Hirschberger und Vitali Neprin auf Assist von Raphael Schmidt hießen die Torschützen zum letztlich ungefährdeten 8:2.

 

In der Pause erinnerte Trainer Sebastian Setzer mit mahnenden Worten an die aus dem letzten Jahr bekannten Stärken der Schweinfurter, um eine eventuell aufkehrende Überheblichkeit bereits im Vorfeld abzuwenden. Das Spiel gegen die Mighty Dogs begann mit einem offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Schweinfurt zog auf 0:2 davon (Doppelschlag in der 7. und 8. Minute), doch in der 9. Minute keimte Hoffnung auf, als Lukas Klughardt auf Pass von Max Hirschberger mit seinem Treffer zum 1:2 den Anschluss herstellte. Doch anstatt nachzulegen, bedeutete der Anschlusstreffer unerklärlicherweise gleichzeitig einen bis dato noch nicht bekannten Bruch bei den Wölfen. Die kämpferische Einstellung und auch der spielerische Faden gingen komplett verloren, ein konzentriertes Defensivverhalten fand nicht mehr statt. Und so brachen zwischen der 10. und der 20. Minute alle Dämme bei den Wölfen. Schweinfurt erzielte in diesen 10 Minuten sage und schreibe 6 Treffer und zog uneinholbar mit 1:8 davon. Die Wölfe leisteten bis zum Ende des Spiels nur noch teilweise kämpferischen Widerstand und bezogen eine deutliche 1:12-Niederlage. Dass dieses Debakel während der Trainingswoche nicht ohne Folgen blieb, kann sich jeder vorstellen.

 

In der Endabrechnung belegten die kleinen Wölfe aufgrund der Ergebnisse lediglich den 3. Platz. Turniersieger wurde Weiden. Als Fazit kann festgehalten werden, dass die Leistungsdichte innerhalb der Gruppe relativ eng ist. Zwei relativ gute Spiele und 20 schwache Minuten gegen die Schweinfurter bedeuten in dieser Runde am Ende einen dritten Platz. Wer jedoch, wie die jungen Wölfe an diesem Tag nicht in allen Spielen vollen kämpferischen Einsatz zeigt, der muss zwangsläufig mit einer schlechten Platzierung rechnen. Das Augenmerk in den kommenden Trainingseinheiten muss eindeutig darauf gelegt werden, der Mannschaft zu vermitteln, dass eine andere Einstellung zum Spiel herrschen muss und dem Team zu kommunizieren, dass über die gesamten 30 Minuten eines Spieles hoch konzentriert mit vollem Einsatz gespielt werden muss, um erfolgreich zu sein.

 

Torschützen: Lukas Klughardt (4), Paul Wolf (2), Max Hirschberger, Max Kreuzer, Vitali Neprin und Raphael Schmidt (je 1)

 

Assists: Max Hirschberger (3), Mauriz Silbermann (2), Tobi Gross, Bastian Hubert, Max Kreuzer, Vitali Neprin und Raphael Schmidt (je 1).

 

06.02.2010 16:50 Alter: 215 Tage

Von: Marc Silbermann